Das Räderwerk der Feuerwehr in Betrieb halten

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Für 25-jährige und 35-jährige aktive Dienstzeit wurden Ulrich Fülber (rechts), Winfried Schulte und Mike Budde (links) vom Löschzug I am Sonntagmorgen im Gerätehaus Wehestraße geehrt. Für ihr Verständnis und die stete Unterstützung erhielten die Ehefrauen Anja Fülber, Sandra Schulte und Gitta Budde Blumen (von rechts nach links). ▪

KIERSPE ▪ Im Rahmen einer Feierstunde wurden am Sonntag im Feuerwehrgerätehaus Wehestraße drei verdiente Feuerwehrmänner des Löschzugs I für ihre langjährige aktive Dienstzeit mit Ehrenkreuzen am Bande und Urkunden des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt.

In seiner Laudatio betonte Stadtbrandinspektor Georg Würth die Bedeutung jedes einzelnen Kameraden für den Zusammenhalt des Gesamtsystems Feuerwehr. „An 365 Tagen im Jahr habt ihr euch allen Anforderungen gestellt, die heute auf Feuerwehrleute zukommen“, dankte er den Geehrten Ulrich Fülber, Winfried Schulte und Mike Budde.

In einem kurzen Rückblick ließ Würth Entwicklungen Revue passieren, die die Kameraden in ihrer 25-jährigen beziehungsweise 35-jährigen Zugehörigkeit bereits miterlebt haben. Vor allem hob der Wehrleiter die Veränderungen von der Brandbekämpfung hin zu den heutigen Schwerpunktgebieten „Technische Hilfe“ und „Umgang mit Gefahrstoffen“ hervor, die viel technisches Wissen und ständige Fortbildungsbereitschaft der Aktiven erforderten.

Neben seinem Dank an Fülber, Schulte und Budde, die nie danach gefragt hätten, was sie für ihren ehrenamtlichen Einsatz bekämen, fand Georg Würth aber auch lobende Worte für deren Familien, die sie in all den Jahren stets unterstützt und freigegeben hätten. Als Anerkennung dafür erhielten die Ehefrauen Anja Fülber, Sandra Schulte und Gitta Budde Blumen.

In persönlichen Worten würdigten Wehrleiter Georg Würth und Löschzugführer Andreas Pfaffenbach anschließend die Verdienste der Geehrten.

Als „Quereinsteiger“ vom Kiersper Ordnungsamt trat Ulrich Fülber 1987 der Feuerwehr bei.

„Damals konnte man sich, statt Wehrdienst zu leisten, auch für zehn Jahre beim Katastrophenschutz verpflichten“, erzählte er. Über zahlreiche Lehrgänge absolvierte Fülber die Stationen Feuerwehrmann, Oberfeuerwehrmann und Unterbrandmeister. Seit 2008 nimmt er als Sicherheitsbeauftragter Gebäude, Geräte, Fahrzeuge und Unfallanzeigen ganz besonders in den Blick. Dass er das zur vollen Zufriedenheit der Kameraden macht und als Schriftführer der Wehrleitung außerdem „den Kugelschreiber gut im Griff hat“, bescheinigte ihm sein Löschzugführer schmunzelnd. Für seinen 25-jährigen aktiven Einsatz überreichte ihm Georg Würth die Verleihungsurkunde des Landesinnenministeriums, während der stellvertretende Löschzugführer Ralf Potthoff ihm das Ehrenkreuz in Silber an die linke Brustseite heftete.

Durch seinen Schwager kam Winfried Schulte 1976 zur Kiersper Wehr. Neben Grundlehrgang, Atemschutz- und Funklehrgang wird er heute von seinen Kameraden als Fachberater für technische Hilfe gehandelt. Unvergessen ist der Einsatz, bei dem der Landwirt mit Hilfe seines Treckers und einiger Strohballen ein in Schieflage geratenes Feuerwehreinsatzfahrzeug auf unebenem Waldweg so stabilisierte, dass es wieder Dienst tun konnte. Für 35 aktive Dienstjahre erhielt Schulte neben der Verleihungsurkunde auch das Feuerwehrehrenkreuz in Gold.

Lang war die Liste der Stationen in der Kiersper Feuerwehr von Brandinspektor Mike Budde. 1976 der Jugendfeuerwehr beigetreten, absolvierte er Lehrgänge zum Brandmeister, Ober-, Hauptbrandmeister und schließlich 2004 zum Brandinspektor. 15 Jahre lang stand Budde als Löschzugführer an der Spitze des Löschzugs I. Als energisch gegenüber Kameraden und Wehrleitung beschrieb ihn sein Nachfolger Andreas Pfaffenbach. „Du hast den Löschzug wie kein anderer geprägt und bist mir heute immer noch ein guter Ansprechpartner“, lobte er seinen Vorgänger.

Vor allem dessen konstruktive Meinung und Kritik hob Stadtbrandinspektor Georg Würth hervor. „Mit deinem Sachverstand und deiner Begeisterung hast du neben Selbstständigkeit und Familie der Kiersper Feuerwehr jahrelang als Führungskraft zur Verfügung gestanden und das ist eine große Leistung“, stellte er heraus. Für 35-jährige aktive Dienstzeit erhielt auch Mike Budde das Ehrenkreuz in Gold.

Bevor die Feierstunde mit einem Essen und gemütlichen Beisammensein fortgesetzt wurde, dankte Mike Budde auch im Namen seiner Kollegen für die Ehrung. „Es sind der Teamgeist und die vielen positiven Menschen hier, die mich bei der Stange halten. Ich bin auch weiterhin neugierig auf neu anstehende Aufgaben und freue mich darauf, an der Fortbildung der Kiersper Feuerwehr mitwirken zu dürfen“, versicherte er. ▪ bnt

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