„Ein Hoch auf uns“ in der Kita auf der E-Gitarre

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„Watt aufs Ohr“ heißt die möglicherweise jüngste Band Deutschlands, die aus Pulheim kommt: In ihr spielen Yannick (neun Jahre), Julian (sieben Jahre) und Manuel (neun Jahre, von links).

RÖNSAHL/Pulheim - Sie sind noch jünger als ursprünglich vom Veranstalter des „Gothic meets Rock“-Festivals genannt, und vielleicht die jüngste Bands Deutschlands: Julian ist sieben Jahre alt und der Sänger sowie Gitarrist von „Watt aufs Ohr“. Er ist sozusagen der Initiator und Gründer dieser jungen Gruppe als Pulheim.

Los ging es, als er im Kindergarten das Lied „Ein Hoch auf uns“ von Andras Bourani auf der elektrischen Gitarre zum Abschied spielen wollte. Unterstützung fand er bei seinem „großen“ Bruder Yannick, der mittlerweile neun Jahre jung ist und am Schlagzeug sitzt. Aber auch Papa Vincenzo Piperis, der selbst in der Band „Ganztagshelden“ aktiv ist, und seine Musikerkollegen unterstützten Julian und Yannick. Um letztlich eine Antwort auf die Frage zu finden, wie es wohl ist, in einer Band zu spielen, fragte Yannick seinen Schulfreund Manuel, ebenfalls neun Jahr jung, ob er nicht Lust hätte, mitzumachen.

Manuel hatte Lust, erlernte in wenigen Wochen das Spielen des Basses. Natürlich gibt es bei ihm sowie bei Julian und Yannick zu Beginn von Auftritten kleine Holperer – doch die Kunst sei, so hatte Vater Vincent dem Trio vermittelt, einfach weiterzuspielen. Das müssen die drei Musiker von „Watt aufs Ohr“ auch bei ihrem großen Auftritt auf Gut Haarbecke berücksichtigen, wenn sie vor 1000 oder mehr Gothic- und Metal-Fans das Festival am 25. Mai eröffnen.

„Inzwischen haben sie einen Testauftritt erfolgreich absolviert“, erzählt Vincenzo Piperis vom Premierenauftritt beim Frühlingsfest in ihrem Heimatort Danzweiler. Die Nervosität sei bei den drei jungen Musikern nach den ersten Songs schnell verflogen und spätestens, als sie AC/DCs „TNT“ coverten, hatten sie das Publikum auf ihrer Seite – das wiederum belohnte den Auftritt mit großem Applaus.

Spätestens, seit der Termin beim „Gothic Meets Rock“-Festival bekannt ist, stehen Julian, Manuel und Yannick einmal in der Woche unter der Aufsicht und Anleitung von Piperis im Probenraum der „Ganztagshelden“ – aber nur, wenn die Hausaufgaben gemacht sind. Wichtig ist dabei, dass der Spaß im Vordergrund steht. So können sich die drei Jungen – die noch einen Rhythmusgitarristen suchen – an verschiedenen Instrumenten ausprobieren.

Das sind nicht nur Schlagzeug, E-Gitarre und E-Bass, sondern auch Keyboard und Mandoline. Das heißt, sie proben nicht nur, sondern auch besonders für ihren großen Auftritt in Kierspe – und wenn, dann natürlich hochkonzentriert. Was aber nichts daran ändert, dass das Lampenfieber immer mehr steigen wird, je näher der 25. Mai und damit die Fahrt zum Festival auf Gut Haarbecke rückt.

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