Drei Könige und ein Anliegen

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Traditionell kommt die erste Spende vom Ortsbürgermeister. Holger Scheel empfing die Heiligen Drei Könige in der Brennerei und sorgte für den ersten Geldregen in der Sparbüchse.

Kierspe -  Ortsbürgermeister Holger Scheel verfolgt die Rönsahler Sternsinger-Aktionen aufmerksam. „Toll, dass so viele Kinder mitmachen. Ich glaube, diesmal seid Ihr sogar noch mehr als im letzten Jahr.“ Der Eindruck täuschte, mit 15 Kindern und zwei jugendlichen Helfern waren ähnlich viele Sternsinger im Einsatz wie im Vorjahr.

Von Birgitta Negel-Täuber

Während in Kierspe die Sternsingeraktion bereits am Sonntag mit dem Aussendungs-Gottesdienst in St. Josef begann, starteten die Rönsahler Freitagmorgen. Traditionell beginnen sie in der Brennerei, organisatorischer Stützpunkt ist aber das Gemeindehaus St. Engelbert; dort trafen sich Kinder und Erwachsene eine Stunde vorher. Organisator Hubertus Seidel hatte bereits Kronen und Gewänder, Sammelbüchsen und Aufkleber bereitgelegt. Bis dann alle Kinder eingekleidet waren und sich die Gruppen gefunden hatten – jeweils drei bis vier Kinder mit einem erwachsenen Begleiter – dauerte es aber noch etwas.

Viele Kinder sind über mehrere Jahre dabei. Die jüngsten gehen an der Hand der Mutter mit, die ältesten, in diesem Jahr die beiden 14-jährigen Fabian und Jana, unterstützen bereits die Erwachsenen. Sicherheitshalber übte Hubertus Seidel mit den Sternsingern aber noch einmal das Lied, das die Kinder an den Türen singen.

An der Brennerei wurden sie bereits von Holger Scheel und Helmut Bremecker erwartet. Für die Kinder war das ein spannender Ortstermin. Viele waren hier noch nie gewesen, die großen Kupferkessel beeindruckten sie sichtlich. „Die Philippinen waren im letzten Jahr besonders gebeutelt von Naturkatastrophen,“ meinte Scheel. Der Inselstaat in Südostasien steht diesmal im Mittelpunkt der Sternsingeraktion. Dabei unterstützen die deutschen Kinder vor allem Ernährungsprogramme für Kinder, denen es weniger gut geht. Denn obwohl die Philippinen nicht zu den ärmsten Ländern der Welt gehören, ist auch dort jedes dritte Kind mangelernährt.

In Rönsahl eröffnete Holger Scheel mit seiner Spende die Aktion, Sternsängerin Melissa brachte den Aufkleber mit dem Zeichen der Sternsinger an der Brennerei-Tür an und dann machten sich die Gruppen auf den Weg.

Georg Seidel zog mit seinem Trupp Richtung Rheinland, ins benachbarte Ohl, Maria Pevelings Gruppe besuchte die umliegenden Höfe, der Rest war in Rönsahl unterwegs.

Inzwischen hatte es auch aufgehört zu regnen.

Mittags trafen sich alle wieder im Gemeindehaus, wo Helferinnen bereits ein Mittagessen für alle zubereitet hatten. Danach starteten die Gruppen zu einer zweiten Runde. Der weitere Verlauf hängt vom Wetter ab.

Samstag, eventuell auch am Sonntag und am Montag sind die Gruppen unterwegs und statten am Dienstag schließlich auch den Kindergärten einen Besuch ab.

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