UWG drängt auf schnelle Sanierung der L 528

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Die UWG-Mitglieder Dieter Grafe und Oliver Knuf wollen den schlechten Zustand der Landstraße zwischen Heedberg und Handweiser nicht länger hinnehmen. ▪

KIERSPE ▪ „L 528-Ausbau kommt 2007“ und „Serpentinen-Bereich soll entschärft werden“ waren Überschriften, mit denen die Meinerzhagener Zeitung im Mai und Juni 2004 auf die geplante Sanierung des Landstraßenstückes zwischen Schützenplatz und Handweiser hinwies. Damals hatte der Landesbetrieb Straßenbau konkrete Pläne für den Ausbau und die Sanierung der Holperstrecke vorgestellt.

Bereits vor sieben Jahren galt dieser Streckenabschnitt als Unfallschwerpunkt mit zehn Unfällen pro Jahr. Deshalb war in den Planungen für den Ausbau eine Entschärfung der Kurven und die Anlage eines kombinierten Rad-Fußweges geplant sowie der Bau eines Benzinabscheiders mit Nachklärwerk vorgesehen.

Die Pläne für die grundlegende Sanierung lagen bereits im Kiersper Rathaus für jedermann zugänglich aus.

Doch passiert ist bis heute nichts, außer, dass die Fahrbahndecke noch brüchiger und das Befahren noch gefährlicher geworden ist.

Das wollen die Mitglieder der Unabhängigen Wählergemeinschaft Kierspe nun nicht länger hinnehmen. Mit einer Anfrage haben sich die Politiker nun an den Landesbetrieb Straßen NRW gewandt, um zu erfahren, wann mit den Arbeiten an der Straße begonnen wird.

Dieter Grafe, Fraktionsvorsitzender der UWG, kommt regelrecht in Rage, wenn er über den Zustand der Straße spricht: „Die Fahrt kann man keinem Autofahrer zumuten. Das ist reine Geldvernichtung. Denn vor allem die Fahrzeuge der Anwohner werden stark in Mitleidenschaft gezogen.“ Und der Lokalpolitiker beschränkt seine Kritik nicht nur auf den „überfälligen“ Ausbau der Straße, er stellt auch einen Zusammenhang zur Sanierung der Kreisstraße zwischen Berken und Handweiser her: „Das kann kein Autofahrer verstehen, dass man eine vollkommen intakte Straße mit einer neuen Decke versieht, während sich ein paar Meter weiter die Landstraße von Jahr zu Jahr in einem schlechteren Zustand präsentiert.“

Auf einen weiteren Aspekt macht der Vorsitzende der Wählergemeinschaft Clemens Wieland aufmerksam: „Wir wissen, dass der Landesbetrieb die ersten schlechten Straßen sperrt, beziehungsweise Hinweise auf ein Befahren auf eigene Gefahr aufstellt. Wir wollen verhindern, dass das auch mit der L 528 passiert. Die Strecke ist für Kiersper und Halveraner einfach zu wichtig.“

Wie wichtig, wurde bereits bei einer Verkehrszählung im Jahr 2000 klar.

Damals wurden 5700 Kraftfahrzeuge in 24 Stunden gezählt, der Schwerlastverkehr hatte daran bereits damals einen Anteil von 8,5 Prozent. Im Jahr 2004 ging man davon aus, dass der Schwerlastverkehr noch deutlich zunehmen würde. Insgesamt rechnete man mit einer Zunahme von rund 600 Fahrzeugen bis zum Jahr 2015. ▪ Johannes Becker

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