„Super-Resonanz“ auf die Fragebogen-Aktion

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Für eine Beteiligung der Rönsahler bei der Erstellung eines Dorfinnenentwicklungskonzeptes wurde auch eine Fragebogen-Aktion durchgeführt. 110 dieser Bögen kamen zurück, das sei eine „Super-Resonanz“, meint Regionalmanagerin Susanne Neumann.

Kierspe - „Insgesamt sind 110 Fragebögen zurückgekommen“, sagt Regionalmanagerin Susanne Neumann vom Büro Neulandplus, „das ist eine Super-Resonanz!“ Die Zeit ist zwar knapp, aber dennoch sollen schon am Samstag auf dem Dorftag in Rönsahl die wichtigsten Ergebnisse vorgestellt werden.

Insgesamt waren den Rönsahlern 15 Fragen gestellt worden, die sie bis zum Mittwoch anonym beantworten sollten – nur mit Angabe des Geschlechts, ihres Alters (Spanne) und wie lange sie schon in Rönsahl leben. Einige Ergebnisse konnte Susanne Neumann nach erster Durchsicht der Fragebögen bereits nennen: An erster Stelle nannte sie die Zufriedenheit der Rönsahler, die gerne in ihrem Dorf leben, weil die Lebensqualität gut sei. 

Die Antworten auf die weiteren Fragen seien differenzierter: So seien die Menschen aktuell zwar zufrieden mit der Nahversorgung, fragen sich aber, wie es in fünf oder zehn Jahren aussieht. Defizite sehen die Teilnehmer der Fragebogen-Aktion beim Öffentlichen Personennahverkehr. Sie würden sich wünschen, dass der Bürgerbus nach Rönsahl fährt und es andere Möglichkeiten für die Mobilität gibt. 

Diese Ergebnisse, die alle mit in die Entwicklung des Dorfinnenentwicklungskonzeptes einfließen sollen, waren auch schon beim Bürgerforum genannt worden. Natürlich werde man, so die Regionalmanagerin, noch genau auswerten und analysieren, um daraus Handlungsstränge entwickeln und vorschlagen zu können. Dies geschehe in Abstimmung mit der Stadt und unter Beteiligung seiner politischen Gremien, denen im November die Ergebnisse der Fragebogen-Aktion vorgestellt werden. 

Zweifellos auch die Ergebnisse des Dorftags, der morgen um 14 Uhr mit einem Rundgang (Treffpunkt Historische Brennerei) beginnt. Danach stehen Workshops auf dem Programm, bei denen dann auch die Themen vom Bürgerforum weiter bearbeitet werden sollen. Während die Rönsahler mit der Grund- und Nahversorgung – zwei Kindergärten, Grundschule, Spielplätze, Geschäfte im Ort – zufrieden sind, dürfte man sicherlich in Sachen Mobilität viele Vorschläge – Taktung, Abfahrtszeiten, Haltestellen, Anbindung Oberberg – unterbreiten. Stichworte sind hier Bürgerbus, Mitfahrzentrale und Marktplatz für Fahrgemeinschaften. 

Defizite in der Infrastruktur

Ein wichtiges Thema dürfte laut Susanne Neumann auch das Thema „Ortsbild“ werden. Es gibt zwar einige gut erhaltene historische Gebäude, aber ebenso Leerstände und eben den Zustand des ehemaligen Hotels Leye. Defizite sehen die Rönsahler ebenfalls bei der Infrastruktur, denn es würden Übernachtungsmöglichkeiten fehlen. Zudem vermissen die Bürger Einkehrmöglichkeiten und ebenso Fahrradwege. Zu den schwierigen Themen, die beim Bürgerforum genannt wurden, gehört die Frage nach Fachkräften sowie die Nachfolgesicherung für Handwerk, Gewerbe, Dienstleistung, Handel und Landwirtschaft. 

Wichtig sei zudem die Vermarktung regionaler Produkte. Arbeitgeber müssten sich präsentieren und Werbung für Ausbildungsplätze betreiben. Ein Netzwerk „Einzelhändler und Handwerk“, das „Heimat shoppen“ und ein Marketing örtlicher Betriebe könnte für eine Verbesserung sorgen. 

Treffpunkte für Jugendliche

Sehr zufrieden sind die Rönsahler laut des Bürgerforums mit dem vielfältigen Vereinsleben, den aktiven Menschen, dem Zusammenhalt im Dorf, den Veranstaltungsorten (Brennerei, Gut Haarbecke, Strandbad), der offenen Willkommenskultur und den Veranstaltungen (Lichterfest, Weihnachtsmarkt). In diesem Bereich gibt es aber ebenfalls Schwächen: So würden Treffpunkte für Jugendliche am Wochenende fehlen und die Altersstruktur in Vereinen Sorge bereiten. 

Die Folgen: Es fehlt der Nachwuchs fürs Ehrenamt und die Feuerwehr sei mitgliederschwach. In diesem Zusammenhang wurde auch noch einmal die schlechte Anbindung an den Oberbergischen Kreis aufgelistet. Was wiederum Kooperationen mit Wipperfürth und Marienheide ermöglichen könnte. Ob morgen eine Reaktivierung der Landjugend weiter verfolgt und Ideen für die Schaffung von Treffpunkten für Jugendliche kommen, bleibt abzuwarten.

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