Dorfeiche soll der Name des mächtigen Baumes werden

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Zweifellos ist die mächtige Eiche ortsbildprägend und nun soll sie auch noch einen Namen erhalten, obwohl sich nicht alle Ausschussmitglieder dafür aussprachen. ▪

KIERSPE ▪ Dorfeiche soll der Name des mächtigen Baumes auf dem Eckgrundstück Luiseneiche/Pulverstraße lauten – zumindest wenn es es nach der mit immerhin 13 Befürwortern mehrheitlichen Meinung des Bau- und Umweltausschusses geht.

Standen eigentlich zuerst nur drei Vorschläge zur Auswahl, kam dann aber während der Sitzung am Dienstag im Rathaus als vierter noch hinzu, dem Baum gar keinen Namen zu geben, wofür immerhin auch vier Ausschussmitglieder votieren. „Hinterher muss dann vielleicht einmal nicht nur ein Baum, sondern ein Wesen mit Namen gefällt werden“, erklärte Jürgen Rothstein von der FDP seine Position. Für die Vorschläge Strunkeiche und Strunker Eiche fand sich keine beziehungsweise nur eine Stimme.

Letztere beiden Namen hatten die Heimatvereinsmitglieder Hans-Ludwig Knau als früherer und Ulrich Finke als amtierender Ortsheimatpfleger ins Spiel gebracht, als sie um eine Stellungnahme gebeten worden waren. Sie erklärten zwar, dass sie ebenfalls mit dem Namen Dorfeiche leben könnten, doch präferierten sie klar eine Benennung des Baumes nach dem historischen Ortsnamen: „Der Strunk ist die Bezeichnung des altes Gutes, das an dieser Stelle stand, dessen Reste noch mit dem alten Haus Bellingrodt, in dem sich heute die Bäckerei Diwald befindet, vorhanden ist“, so hatten die beiden begründet. Es handele sich um eines der größten Kiersper Güter, das schon seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nachweisbar sei.

Dass der Baum in der Baumschutzsatzung stehe und damit geschützt sei, betonte nochmals Bernd Stubenrauch von der CDU. Es herrsche allgemein Einigkeit, dass die Eiche erhalten werden müsse. Und duch die Namensgebung entstehe nicht automatisch ein „First-Class-Schutz“, formulierte er.

Aber Erich Mürmann von der SPD hatte wie die mit Abstand meisten keine Probleme damit, dem charakteristischen und ortsbildprägenden Baum einen Namen zu verpassen und schlug eben Dorfeiche vor. Immerhin erinnern solche alten Bäume an die gemeinsame Geschichte des Ortes, der Menschen, der Natur und Landschaft – und damit auch eben der Bäume. ▪ rh

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