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20.000 Hinterlassenschaften pro Jahr - wer wird Kotbeutel-Pate?

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Von: Detlef Ruthmann

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Stadtmarketingverein sucht Paten für Dog-Stations in Kierspe
Das Auffüllen der Dog-Station (hier am Volme-Freizeitpark) teilen sich derzeit drei Vorstandsmitglieder des Stadtmarketingvereins. Für zwei Standorte hat man bereits Paten gefunden, die sich um das Auffüllen kümmern – Kristina Schmitz und Gerd Reppel hoffen nun, weitere zu finden. © Det Ruthmann

Es ist, zumindest an einigen Standorten, zu einer wöchentlichen Aufgabe geworden: Das Auffüllen der sogenannten Dog-Stations (Hundestationen), an denen sich Hundebesitzer Beutel ziehen können, um die Hinterlassenschaften ihres vierbeinigen Lieblings zu entsorgen.

Kierspe - Mit dem Aufstellen dieser Stationen hatte der Stadtmarketingverein vor einigen Jahren begonnen – mittlerweile gibt es zwölf solcher Dog-Stations (siehe Info-Kasten). Dass diese gut angenommen werden, zeigt sich allein schon an der Aufgabe des Nachfüllens: 250 Beutel umfasst ein Nachfüllpaket und diese seien, so berichten Kristina Schmitz und Gerd Reppel vom Stadtmarketingverein, je nach Standort innerhalb von acht Tagen vergriffen, müssen neu befüllt werden. Diese stetig wachsende Aufgabe, derzeit werden rund 20 000 Beutel zu Kosten von etwa 400 Euro pro Jahr angeschafft, teilen sich die beiden derzeit mit Vorstandsmitglied Harald Turck.

Dabei könnten doch beispielsweise Hundebesitzer, die täglich die gleiche Route gehen und an einer Dog-Stations vorbeikommen, als Paten das Auffüllen übernehmen. Dass dies funktioniert, zeigen die beiden Standorte Parkplatz Elbringhausen und Wegekreuz unterhalb der Schanhollenschule, denn dafür wurden Paten gefunden. Der Stadtmarketingverein stellt die Beutel – sie können im Rathaus abgeholt werden oder werden auch nach Hause geliefert – und den Schlüssel für die Boxen, der Pate muss dann bei Bedarf auffüllen.

Stadtmarketingverein sucht Paten für Dog-Stations in Kierspe
Mit insgesamt 250 Beuteln kann eine Dog-Station befüllt werden. Je nach Standort sind diese Beutel nach sieben oder acht Tagen schon verbraucht. © Det Ruthmann

Schmitz und Reppel geben als grobe Richtlinie für die Betreuung eine Woche an, nach der die Station mit neuen Beuteln versorgt werden müsste. „Der zeitliche Aufwand hält sich somit in Grenzen.“ Wer sich also vorstellen kann, Pate für eine der grünen Boxen in der Nachbarschaft oder auf der „Hunde-Runde“ zu werden und diese zu betreuen, kann sich bei Kristina Schmitz, Tel. 0 23 59/66 11 40, melden.

Es sei zwar schon vorgekommen, dass eine Dog-Station mit einem Böller gesprengt und eine andere einfach abgerissen und in die Büsche geworfen wurde, sagt Gerd Reppel. Doch in diesen Fällen helfe der Stadtmarketingverein natürlich. Darüber hinaus können er und Kristina Schmitz berichten, dass der Verein noch über weitere, aufstellbereite Dog-Stations verfügt – für künftige Paten sei dies doch eine gute Gelegenheit, bei der Standortwahl ein Wort mitzureden und einen Ort vorzuschlagen, der von vielen Hundebesitzern für das Gassigehen genutzt wird. Der Stadtmarketingverein würde dann eine Dog-Station dort aufstellen und der neue Pate anschließend die Betreuung übernehmen – sprich: die Hundekotbeutel am Standort regelmäßig nachfüllen.

Kiersper Standorte

Die Dog-Stations stehen in Kierspe unterhalb des Hallenbads, am Volme-Freizeitpark, an der Thingslinde, an der Ecke Höherstraße/Pappelweg, zwei am Klösterchen (Eingang Friedrich-Ebert-Straße, Eingang Fußweg Lindenstraße), zwischen katholischen Kindergarten und Awo, am Parkplatz Dürener Haus sowie bei Isenburg und Dünnenberken. Für die Standorte unterhalb der Schanhollenschule und am Parkplatz Elbringhausen wurden bereits Paten gefunden.

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