Vorstandsteam der Kirchenfördervereine ergänzt

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Der Vorsitzende der beiden Kirchenfördervereine, Ralf Nebel, hieß Dirk Schafhirt bei der Mitgliederversammlung als neuen Kassierer im Vorstandsteam willkommen. ▪

KIERSPE ▪ Die beiden Fördervereine der evangelischen Kirchengemeinde, zum einen der für die allgemeine Gemeindearbeit „Steig ein“ sowie zum anderen der speziell für die Jugendarbeit, haben mit Dirk Schafhirt einen neuen Kassierer. Auf diese Weise wurde das Vorstandsteam, wie das rechtlich dringend erforderlich war, wieder ergänzt. Der Posten war vakant gewesen, nachdem der bisherige Schatzmeister Axel Bremicker verstorben war.

Eine wesentliche Aufgabe, die der neue Kassierer jetzt umsetzen muss, ist durch das neue SEPA-Verfahren im europäischen Zahlungsverkehr vorgegeben, das ab 2014 Pflicht ist.

Die Europäische Union hat im Jahr 2000 den Grundstein für die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Marktes im unbaren Zahlungsverkehr, die Single Euro Payments Area, kurz SEPA, auf den Weg gebracht. Um in diesem Markt mehr Wettbewerb und Effizienz zu erreichen, sollten europaweit einheitliche Verfahren und Standards für die Abwicklung von Euro-Zahlungen geschaffen werden. Damit verbunden waren auch für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr die gleichen Gebühren wie für entsprechende inländische Euro-Zahlungen. Angeboten werden neben der neuen SEPA-Überweisung zudem die SEPA-Lastschrift. Bei beiden werden grundsätzlich die IBAN, die International Bank Account Number als internationale Kontonummer, und der BIC, der Business Identifier Code als internationale Bankleitzahl, anstatt der althergebrachten Kontonummer und Bankleitzahl benötigt.

Die Umstellung des Lastschriftverfahrens wird wie für alle anderen Vereine auch für die zwei Fördervereine einiges an Arbeit und Organisation mit sich bringen, dessen ist sich der Banker bewusst, sieht dem jedoch einigermaßen gelassen entgegen. Ralf Nebel ist froh, dass der vakante Posten jetzt durch einen qualifizierten Nachfolger besetzt werden konnte.

Er hatte Schafhirt angesprochen, weil er wusste, dass dieser der evangelischen Kirchengemeinde verbunden ist und zudem als Sparkassenmitarbeiter vertraut ist mit dem Finanzwesen. Und Schafhirt hatte sich nach kurzem Nachdenken dann auch bereitgefunden, die Aufgabe zu übernehmen, so dass er nun von den Mitgliedern gewählt werden konnte. Der 41-Jährige ist in Kierspe aufgewachsen. Nach der Realschule in Meinerzhagen hat er am Gymnasium sein Abitur gemacht und 1991 dann die Ausbildung bei der Sparkasse begonnen. Heute leitet er bei dem Kreditinstitu den IT-Bereich. Dirk Schafhirt wohnt im Ortsteil Bahnhof.

Neben der SEPA-Einführung plant er im Förderkreis auch Vereinfachungen bei der Einziehung der Mitgliedsbeiträge, um die Arbeit effizienter zu gestalten. Mit der Neubesetzung ist das Vorstandsteam wieder voll handlungsfähig, obwohl immer noch nicht alle Ämter besetzt sind. So mangelt es seit drei Jahren, weil damals Nina Oberlies zurückgetreten ist, an einem engagierten stellvertretenden Vorsitzenden, wie Ralf Nebel bedauert, der sich da etwas mehr Unterstützung wünscht. Neben ihm und Schafhirt besteht der Vorstand derzeit nur noch aus Claudia Hartmann als Schriftführerin.

Anlässlich der Mitgliederversammlung erwähnte der Vorsitzende, dass der Förderverein für die Jugendarbeit in diesem Jahr seit 15 Jahren besteht und der Gemeindeförderverein „Steig ein“ seit zehn Jahren. Zusammengerechnet werden also 25 Jahre erfolgreiche Unterstützungsarbeit für die evangelische Kirchengemeinde geleistet. Und Nebel konnte die dabei erwirtschafteten Geldbeträge sogar beziffern: Insgesamt kamen rund 320 000 Euro zusammen.

Er schlüsselte diesen imposanten Betrag auch noch genauer auf: So stellte der Förderverein für die Jugendarbeit von 1998 bis 2001 75 000 D-Mark als Zuschuss für die Beschäftigung des Jugendreferenten zur Verfügung und von 2002 bis 2012 weitere 117 200 Euro für diesen Zweck. Der Verein trug somit entscheidend dazu bei, die Stelle von anfangs Berthold Messinger, dann Heike Klassen und heute Andrea Bahr zu sichern. Das waren die drei Jugendreferenten während der vergangenen Jahre. Außerdem wurden mit 2650 Euro Jugendfreizeiten unterstützt.

Der Förderverein „Steig ein“ stellte von 2003 bis 2012 für die Gemeindearbeit und Anschaffungen 96 000 Euro bereit und weitere 64 800 Euro als Weiterleitung von Spenden für Umbau, Sanierung und Renovierung des Lutherhauses, was 2010 abgeschlossen werden konnte, nur mit der Jugendetage dauerte es noch etwas länger. Der größte Teil der Einnahmen sind Spenden, denn so viel kommt durch die Beiträge der 50 „Steig ein“-Mitglieder und 30 des Fördervereins für die Jugendarbeit auch nicht rein. ▪ Rolf Haase

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