Kiersper Tiefbauunternehmen in Familienbesitz

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Erfolgreich im bereits in dritter Generation geführten Familienbetrieb, der Dieter Gohmann GmbH, tätig sind Firmengründer Dieter, Sohn Achim und Enkel Nico Gohmann. 

Kierspe - Auf ihr 50-jähriges Bestehen als erfolgreiches Tiefbauunternehmen kann die Firma Dieter Gohmann GmbH mit Firmensitz am Drosselweg in Kierspe zurückblicken.

Wenn aus diesem Grund in Kürze eine zünftige Feier im Kreis der Mitarbeiter, Familienangehörigen und Geschäftsfreunde stattfinden wird, dann ist das einer der wenigen Arbeitstage im Jahr, an dem Bagger, Planierraupen und Lastwagen – die im einheitlichen orangefarbenen „Look“ mit der hellblauen Firmenaufschrift gehalten sind – Pause haben. 

Der Rückblick auf ein halbes Jahrhundert selbstständiger Tätigkeit als Unternehmer und der Aufbau eines mittlerweile bereits in dritter Generation geführten und in der Branche bekannten Familienunternehmens ist zugleich ein Stück Zeitgeschichte. Er zeigt auf, dass sich Entscheidungsfreudigkeit und Durchsetzungsvermögen gelohnt haben. Doch „vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt“ – diese Binsenweisheit galt auch für Firmengründer Dieter Gohmann, der sich am 17. August 1967 auf dem elterlichen Anwesen am Kerspeweg 20 in Rönsahl selbstständig machte – in einem Beruf, der für die alteingesessene Familie eigentlich völlig untypisch war. 

Im elterlichen Anwesen am Kerspeweg 20 in Rönsahl gründete Dieter Gohmann vor genau 50 Jahren sein Tiefbauunternehmen.

Der junge Familienvater hatte den Mut, die Landwirtschaft an den Nagel zu hängen, wenngleich dieser Entschluss nicht leicht war. Aber schon damals hatte der heute 77-jährige Rönsahler die Erkenntnis, dass der Existenzkampf im bäuerlichen Metier immer schärfer werden würde. Die räumlichen Möglichkeiten, die das Anwesen am Kerspeweg bot, nutzte Gohmann für seinen neuen „Job“. Mit einem einzigen Bagger, der als Mehrzweckgerät ausgerüstet war, machte sich Gohmann selbstständig in der Sparte „Tiefbau“. 

Für einen Großunternehmer im Raum Bergisch-Gladbach wurden die ersten Arbeiten ausgeführt, und nach und nach sammelte der Rönsahler Tiefbau-Erfahrungen. Das führte dazu, dass auch Aufträge aus dem heimischen Raum hinzukamen. Spezialisiert hatte sich Gohmann zunächst auf das Ausheben von Gräben für Ver- und Entsorgungsleitungen (Wasser und Strom). Bereits nach wenigen Jahren konnte Gohmann zwölf Mitarbeiter beschäftigen. 

Doch die Firmenentwicklung ging nicht ohne Rückschläge vonstatten: Der Konkurs eines „Baulöwen“ im Rheinland brachte die Rönsahler Firma selbst in finanzielle Schwierigkeiten. Es folgten schwere Jahre, die schließlich überwunden wurden, sodass es wieder bergauf ging. Im Jahr 1984 kam ein zweites Standbein hinzu: Es wurde eine Bauunternehmung als GmbH gegründet. Zu den Tief- und Straßenbauarbeiten für den kommunalen Bereich sowie solche für den Netzausbau der Fernmelde- und Kommunikationstechnik kamen weitere Aufträge der öffentlichen Hand und von privater Seite hinzu, sorgten für volle Auftragsbücher und sicherten den Arbeitsplatz von mittlerweile 25 Mitarbeitern. 

Geschäftssitz endgültig verlegt

Die zunehmende Wohnbautätigkeit am Kerspeweg brachte es mit sich, dass eine Aussiedlung des Bauhofs der Firma erforderlich wurde. Die Gohmann GmbH konnte in das leer stehende Gebäude der ehemaligen Firma Gelhausen am Drosselweg einziehen. Nach Umbauarbeiten wurde der Geschäftssitz endgültig dorthin verlegt. 

Besonders freut sich Dieter Gohmann, dass Kontinuität im Familienbetrieb gesichert ist: Seit 1988 sorgt sein Sohn, Diplom-Ingenieur Achim Gohmann, als Mitgesellschafter in der Geschäftsleitung für „frischen Schwung“ im Unternehmen. Im vergangenen Jahr ist auch dessen Sohn Nico – nach erfolgreichem Fachhochschul-Abschluss – als weiterer Geschäftsführer in die Firma eingetreten. Der Firmengründer legte daher sein Amt als Geschäftsführer nieder und kann sich seitdem in verstärktem Maße seinen Hobbys, unter anderem der Feuerwehr und der Heimatkunde, widmen.

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