Statistik

An diese Schulen gehen Kiersper Grundschüler

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Die Schülerzahlen der Grundschulen bleiben konstant auf einem Niveau.

Kierspe - Es gehört längst zur Tradition, dass einmal im Jahr die Schulstatistik im Ausschuss für Schule und Kultur vorgelegt wird. Gleichwohl ist die Zusammenstellung der Zahlen und Prognosen, die Auskunft über die Entwicklung der Schülerzahlen in den vier Kiersper Grundschulen sowie der Gesamtschule geben, eine immense Aufgabe.

Da diese Statistik natürlich in schriftlicher beziehungsweise digitaler Form vorgelegt wird, gab es am Mittwoch in der Sitzung des Schulausschusses keinen großartigen Diskussionsbedarf – zumal derzeit alles im bekannten Rahmen verläuft. Soll heißen: Die Zahl der Grundschüler hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. 348 Kinder, aufgeteilt in 14 Klassen, besuchen die Bismarck- und Servatiusschule.

In der Pestalozzi- und Schanhollenschule gibt es 15 Klassen mit 335 Mädchen und Jungen. Was letztlich bedeutet, dass die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse in den Verbundschulen Bismarck und Servatius bei 24,8 und Pestalozzi sowie Schanhollen bei 22,3 liegt.

Ähnlich sieht es in der Gesamtschule (GSK) aus: Lediglich sechs Schüler weniger als vor einem Jahr wurden dort in diesem Schuljahr gezählt: Insgesamt sind es 1230 Mädchen und Jungen, welche die GSK besuchen. Im Sekundarstufen-I-Bereich hat sich die Schülerzahl um 14 reduziert, dafür gab es in der Sekundarstufe II acht mehr.

Die meisten auswärtigen Gesamtschüler kommen aus Meinerzhagen (311), 70 sind Halveraner und 9 Lüdenscheider. Mit den beiden Herscheidern und einem Schalksmühler sind es insgesamt 414 auswärtige Schüler. In den 36 Klassen der Sekundarstufe I kommt die GSK bei 968 Schülern auf einen Klassenfrequenzwert von 26,9 – der Richtwert liegt bei 27. Für die 262 Jugendlichen der Oberstufe gibt es keine Klassen mehr. Zudem werden 22 Kinder mit Förderschwerpunkten in den Grundschulen und 14 in der GSK unterrichtet.

Die Entwicklung der Schülerzahlen zeigt, dass in den vergangenen zehn Jahren stets um die 700 Grundschüler unterrichtet wurden: 2009/10 waren es 738, 2014/15 waren es 638 und jetzt sind es wieder 683. Dagegen ist bei der Gesamtschule ein Rückgang zu verzeichnen: Nach dem Höchststand im Schuljahr 2005/06 (1538) besuchten vor zehn Jahren noch 1474 Kinder und Jugendliche die Einrichtung an der Otto-Ruhe-Straße. 2014/15 waren es 1342 Schüler, aktuell sind es 112 weniger. Was zu der Prognose führt, dass sich auf Dauer eine Sechszügigkeit einstellen wird.

Eine der Gründe dafür ist das Wahlverhalten der Eltern: Von den 147 Viertklässlern des Schuljahres 2018/19 wechselten 57 Prozent (84 Kinder) zur GSK. Das Gymnasium als weiterführende Schule wurde von 24,5 Prozent (36 Kinder) gewählt, eine Realschule von 8 Prozent (12 Kinder), eine Sekundarschule von 2,5 Prozent (3 Schüler). Zudem gibt es noch 12 Kinder (8 Prozent), die auf Christliche-, Haupt-, Freie- oder Förderschulen wechselten oder aus Kierspe wegzogen.

Nach dem Anmeldestand des vergangenen Monats – der sich natürlich noch ändern kann – werden im kommenden Schuljahr zwei Kinder mehr (163) als im laufenden (161) die Eingangsklassen der Grundschulen besuchen. Im Übrigen hatte sich der Aufnahmestopp in der Bismarkschule, das erklärte Schulleiterin Stefanie Fischer, erledigt, weil zwei Kinder zur Schanhollenschule wechselten. Fischer geht davon aus, dass sich das auch in diesem und besonders in den Folgejahren normalisieren werde.

Gleichzeitig betonte sie, dass es in der Bismarckschule keinen Platz (Raum) gäbe, um eine weitere Klasse zu installieren. Die Anzahl der Klassen in den Grundschulen bleibt gleich, nur die Klassenfrequenz ändert sich geringfügig auf 26 (Bismarck, Servatius) sowie 21,7 (Pestalozzi, Schanhollen). In der Gesamtschule sind bislang für beide Sekundarstufen weniger Schüler angemeldet worden: 143 (-35) für Unter- und Mittelstufe (Klasse 5), 87 (-24) für die Oberstufe (Klasse 11).

Auch wenn sich die Mehrheit der Anmeldungen – trotz Wahlfreiheit – in den Grenzen der früheren Schulbezirke bewegt, so sei keine verlässliche Prognose für die Zukunft zu erstellen, da Datenauswertungen im Hinblick auf die nächstgelegene Schule teils erheblich von den tatsächlichen Anmeldezahlen abweichen würden. Aus dieser Sicht können die Einschulungszahlen für die Jahre 2020 bis 2024 wie folgt aussehen, müssen aber nicht:

In der Verbundschule Bismarck und Servatius werden 89, 75, 98, 85 und 96 Lernanfänger in den kommenden Jahren erwartet. 90, 88, 111, 97 und 91 i-Männchen sind es in der Verbundschule Pestalozzi und Schanhollen. An Klassen stehen für die neuen Grundschüler insgesamt acht zur Verfügung, lediglich im Schuljahr 2021/22 könnten es nur sieben sein. Im Schuljahr danach könnte die Gesamtklassenzahl in den vier Kiersper Grundschulen auf neun steigen.

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