Viel Gewalt und Lärm bei Einbruch in das KSC-Heim

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Durch das Küchenfenster gelangten die Einbrecher in das Vereinsheim des KSC.

KIERSPE - Hoher Sachschaden und nur eine geringe Beute sind das Ergebnis eines Einbruchs in das Vereinsheim des Kiersper Sport-Clubs, der sich in der Nacht von Sonntag auf Montag ereignete.

Von Johannes Becker

Für den Einbruch in das Clubheim des KSC in der Nacht zu Montag gab es nur Trostpreise. So könnte man das Ergebnis der Tat beschreiben, wenn da nicht ein erheblicher Schaden und viel Arbeit zurückgeblieben wäre.

Am Sonntagabend waren noch Mitglieder des Sportclubs im Vereinsheim am Stadion und gleich am nächsten Morgen waren wieder Vereinsmitglieder dort, um mit einem Monteur die Heizungsverbräuche zu ermitteln.

Doch als diese dann die Tür öffneten, erlebten sie eine böse Überraschung. Denn in der Nacht hatten sich Unbekannte Zutritt zu den Räumen verschafft. Dazu hatten sie einen Weg gewählt, den die Vereinsmitglieder für unmöglich gehalten hätten. Die Täter hatten das Küchenfenster eingeschlagen und waren so in das Gebäude gelangt. Allerdings ist dieser Raum durch ein Fenstergitter gesichert, durch das sich die Täter gezwängt hatten. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass dort außer einem Kind jemand durchpasst“, schildert der erste Vorsitzende des KSC Thomas Butz seinen Eindruck.

In der Küche angekommen, standen die Einbrecher vor dem nächsten Problem. Denn auch die Tür, die von diesem Raum in den Aufenthaltsbereich führt, war verschlossen. Dieses Problem wurde ebenfalls mit viel Gewalt und ohne Rücksicht auf den entstandenen Lärm gelöst. Die Täter brachen ein so großes Loch in die Tür, dass sie selbst hindurchpassten.

In dem Aufenthaltsraum selber durchwühlten sie sämtliche Schränke und Schubladen. Zum Teil wurde der Inhalt auch einfach auf den Boden gekippt.

Von dort ging es weiter in einen Nebenraum, in dem die Preise der Weihnachtsverlosung lagerten. Da dieser Raum ebenfalls abgeschlossen war, schlugen die Täter eine Scheibe in der Tür ein.

Anschließend nahmen sie alle Preise mit, die der KSC bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht an die Gewinner ausgegeben hatte. Allerdings fielen ihnen nur die Trostpreise in die Hände. Die Hauptgewinne, ein Reisegutschein, ein Laptop und ein Tablet-PC, befanden sich bei einem Vereinsmitglied zuhause, wo auch einige Uhren gelagert waren, die als etwas teurere Trostpreise damit ebenfalls vor dem Zugriff sicher waren.

„Natürlich werden wir neue Preise besorgen, die ab Freitag abgeholt werden können, denn die Gewinner sollen unter der Tat nicht leiden“, so Butz, der den entstandenen Sachschaden auf rund 2500 Euro schätzt und den Wert der entwendeten Trostpreise mit rund 200 Euro beziffert.

Geld konnten die Täter ebenfalls nicht erbeuten, weil dieses grundsätzlich von den Mitgliedern mit nach Hause genommen wird.

Mittlerweile hat die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen aufgenommen – und auch die Spurensicherung war bereits vor Ort.

Das Clubheim selbst ist wieder am Freitag geöffnet.

Hinweise zu den Tätern nimmt die Polizei in Meinerzhagen unter der Rufnummer (0 23 54) 9 19 90 entgegen.

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