„Die Lebenserfahrung an andere weitergeben“

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Wurden als Seniorentrainer zertifiziert: Hans Joachim Meyer (l.), Dolores Baumgarth-Meyer (2.v.l.) und Gundel Gross (r.). Über dieses Engagement freuen sich Bürgermeister Frank Emde, Sachgebietsleiterin Rita Kattwinkel (2.v.r.) und die Seniorenbeauftragte Sigrid Lauterjung. ▪

KIERSPE ▪ „Wir möchten unsere Lebenserfahrung an andere weitergeben“, brachte Dolores Baumgarth-Meyer ihre Motivation auf den Punkt, sich in dem Programm „Erfahrungswissen für Initiativen“ zum Senioren-Trainer ausbilden zu lassen.

Erste Erfahrungen mit diesem Kursus hat die Stadt Kierspe bereits vor Jahren gesammelt, als drei Volmestädterinnen an dem Angebot in Altena teilnahmen. Zwei von ihnen, Iris Hacker-Maack und Sigrid Lauterjung, arbeiteten später ehrenamtlich als Seniorenbeauftragte. Eine weitere Teilnehmerin aus Rönsahl bringt sich seitdem im Vorstand der Landfrauen und in der evangelischen Kirchengemeinde ihres Heimatortes ein.

„Als nun nach längerer Zeit erneut ein Kursus angeboten wurde, habe ich mich bemüht, wieder Plätze für Kiersper zu bekommen“, so Rita Kattwinkel, Sachgebietsleiterin Soziales und Jugend.

Drei Kiersper nahmen die Mühe auf sich und ließen sich an insgesamt neun Tagen ausbilden, um künftig in ihrer Heimatstadt ehrenamtlich tätig zu werden. In dem Kursus beschäftigten sich die Teilnehmer mit Themen wie der gesellschaftlichen Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements, der sozialen Vorsorge für das Leben im Alter, den Methoden zur Gewinnung von Mitstreitern, der Entwicklung neuer Verantwortungsrollen, den Methoden kollegialer Beratung und der Projektentwicklung.

Für Dolores Baumgarth-Meyer gibt es auch bereits ein konkretes Betätigungsfeld in Kierspe. Sie wird, nachdem Iris Hacker-Maack ihre Arbeit als Seniorenbeauftragte aus beruflichen Gründen aufgeben musste, diese Lücke füllen und so unter anderem Ingrid Lauterjung bei den Seniorensprechstunden unterstützen und an den Sitzungen des Seniorenbeirates teilnehmen. Weitere Tätigkeiten sollen dazukommen, das machte auch Lauterjung klar: „Wir wollen verstärkt auf die alten Menschen zugehen und ihnen unsere Hilfe anbieten.“

Doch auch für Hans Joachim Meyer und Gundel Gross wird sich wohl schon bald ein Betätigungsfeld finden. So sind in Kürze Gespräche mit der Leitung der Gesamtschule geplant, um ein gemeinsames Projekt zu entwickeln, in dem dann Schüler von der Erfahrung und dem Wissen der beiden Senioren profitieren sollen.

Die drei neuen zertifizierten Senioren-Trainer haben alle eine ähnliche Motivation, um sich in Zukunft mehr ehrenamtlich einzubringen. Gross: „Nach dem Ende meiner beruflichen Tätigkeit wollte ich etwas Sinnvolles tun und für andere Menschen da sein.“ Ähnlich ist es auch bei Baumgarth-Meyer, die sich bereits vor dem Eintritt in die Rente Gedanken über die Zeit des Ruhestandes gemacht hatte: „Mir war klar, dass ich auch nach dem Arbeitsleben aktiv sein wollte.“ So hilft sie regelmäßig im Bürgerzentrum „Hand in Hand“ und betreut ein Ehepaar.

Bürgermeister Frank Emde dankte den neuen Trainern für ihr Engagement und freute sich sehr, dass die Stadt Kierspe nun auf drei weitere qualifizierte Ehrenamtler bauen kann. Und so gab es trotz leerer Kassen Blumen und Sekt für die Neuen. ▪ Johannes Becker

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