Talsperre überspült

Unwetter im MK: Jubach lief einfach über

Die Jubachtalsperre wurde bei dem Starkregen regelrecht überspült.
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Die Jubachtalsperre wurde bei dem Starkregen regelrecht überspült.

Bereits wenige Tage nach der Hochwasserkatastrophe tauchte das Gerücht auf, dass der Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid während des Starkregens Wasser aus der Jubachtalsperre abgelassen habe und damit das Hochwasser im Volmetal noch verstärkt hätte. Auf Nachfrage teilt Enervie – in dessen Besitz sich die Lüdenscheider Stadtwerke und damit auch der Wasserbeschaffungsverband befinden – mit, dass die Talsperre regelrecht überflutet worden sei.

Kierspe - In einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage der Meinerzhagener Zeitung heißt es: „Die Jubachtalsperre war bereits vor dem Hochwasserereignis fast voll gefüllt. Im Hinblick auf die zu erwartenden Starkniederschläge wurden im Rahmen der Betriebsvorschriften 0,5 Kubikmeter pro Sekunde an den Jubach abgegeben. So konnten wir bereits im Vorfeld des Ansteigens der Volme schadlos etwa 25 000 Kubikmeter Rückhalteraum für die Kappung der späteren Flutspitze schaffen. Wir gehen davon aus, dass die Hochwasserwelle, die über die gefüllte Talsperre gelaufen ist, ca. 10 bis 15 Kubikmeter pro Sekunde groß war. Mit dieser Menge kann man an einem Tag die Talsperre komplett füllen. Das verdeutlicht, dass die Talsperre keinen Raum für den Rückhalt dieser außergewöhnlich großen Abflüsse hat.

Bei einem Hochwasser dieser Größenordnung gibt es physikalisch keine Steuerungsmöglichkeit, das Hochwasser zu beeinflussen. Insofern spielt es keine Rolle, ob das Wasser, das man nicht mehr speichern kann, nun über den Hochwasserüberlauf oder durch die Grundablässe strömt. Die Staumauer ist in einem sehr guten Zustand. Auch wurde in der kritischen Zeit des Starkregens und anschließendem Hochwassers die Anlage von unseren Mitarbeitern umfänglich kontrolliert.“

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