Diskussion über Freizeitpark

Planungsbüros aus ganz Deutschland beteiligen sich am Wettbewerb zur Gestaltung des Volmeparks. Erstmals hatten sie am Donnerstag das Gelände persönlich in Augenschein genommen.

Kierspe - Die Gestaltung des Freizeitparks an der Volme nimmt Fahrt auf. Nachdem in einem Workshop im November 2012 Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung diskutiert und im Laufe des letzten Jahres alle verwaltungsrechtlichen Fragen geklärt wurden, sind jetzt die Planungsbüros am Zuge.

Von Birgitta Negel-Täuber 

Bekanntlich wurde im Rahmen der Regionale ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt, an dem sich zwölf Büros mit Schwerpunkt Landschaftsarchitektur und Städteplanung beteiligen. Vier Büros seien gesetzt, acht weitere aus den eingegangenen Bewerbungen ausgelost worden, erläuterte Hans-Joachim Hamerla vom Düsseldorfer Büro Architektur Stadtplanung und Stadtentwicklung (ASS), das den Regionaleprozess begleitet.

Am Donnerstagnachmittag hatten Vertreter der Wettbewerber bei einer Begehung erstmals das Gelände an der B 54 in Augenschein genommen, nachdem ihnen bis dahin nur Pläne vorlagen. An ein nicht-öffentliches Kolloquium schloss sich ein Austausch der Wettbewerbsteilnehmer mit interessierten Bürgern im sozialen Bürgerzentrum an. Für sie als Landschafts- und Städteplaner sei es eine echte Herausforderung, ein bebautes Gelände mit einem Flussverlauf, der sich völlig ändern werde, in einen Freizeitpark zu verwandeln, sagte einer der Teilnehmer. Der „fremde Blick von außen“ sei dabei durchaus hilfreich, begegnete ein anderer dem Vorwurf, dass keine Büros aus der Region vertreten seien. Tatsächlich waren die Wettbewerbsteilnehmer aus ganz Deutschland angereist. Aufmerksam hörten sie sich die Anregungen und Einwände aus dem Publikum an. Das bestand überwiegend aus Kommunalpolitikern und Anwohnern und hatte noch viele Fragen: Wie sieht es mit Parkplätzen aus? Sind Wohnmobil-Stellplätze möglich und vorgesehen? Wie sind die Zuwege gestaltet? Und sind die kindersicher?

Nicht alle Fragen konnten die Vertreter von Stadt und ASS erschöpfend beantworten. Als Vorgabe hatten die Büros die Aufgabe bekommen, den südlichen Bereich der Volme landschaftsbezogen zu gestalten. Der nördliche Bereich ist für Freizeitaktivitäten vorgesehen. Die Vorschläge aus der Bevölkerung dazu sind umfangreich: Von einem Beachvolleyballfeld über eine Kletterwand und einen Waldspielplatz bis zu Ruhezonen mit Bienenlehrpfad ist das Spektrum groß. Auch praktische Wünsche wie ein Trinkwasserbrunnen oder öffentliche Toiletten waren beim Bürger-Workshop genannt worden.

Dass sich der Weg zum neuen Volmepark so lange hingezogen habe, begründete Bürgermeister Frank Emde auch mit komplizierten Verwaltungsverfahren. So habe es ein halbes Jahr gedauert, bis die wasserrechtlichen Genehmigungen zur Verlegung der Volme vorlagen.

Der Fahrplan bis zur endgültigen Entscheidung steht: Bis Juli können die Büros ihre Wettbewerbsarbeiten abgeben. Im August tagt dann in nicht-öffentlicher Sitzung das Preisgericht, je zur Hälfte besetzt mit Vertretern des Rates und Fachleuten. Es sei zu erwarten, dass die Jury zu einer einvernehmlichen Entscheidung kommen werde, sagte Daniel Fühner von der Südwestfalen Agentur zu entsprechenden Nachfragen aus dem Publikum. Die Wettbewerbsergebnisse und der Gewinner-Entwurf werden im September ausgestellt. Danach erst entscheidet der Rat, ob er dem Beschluss des Preisgerichts folgt.

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