Das Deutsche Rote Kreuz sucht Unterstützer: Wer hilft den Helfern?

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Sigrid Baukloh-Becker ist Blutspendebeauftragte beim DRK Kierspe.

Kierspe - Sigrid Baukloh-Becker rührt die Werbetrommel. „Wir brauchen Nachwuchs,“ bringt die Blutspendebeauftragte des DRK Kierspe ihr Anliegen ohne Umschweife auf den Punkt.

„Wir“, das ist der Soziale Arbeitskreis (SAK) beim Ortsverein des Roten Kreuzes. Die Gruppe ist verantwortlich für die Organisation der Blutspendetermine in Kierspe und Rönsahl. Die finden vierteljährlich statt und sind mit viel Aufwand verbunden. Das hauptamtliche Entnahmeteam kommt dabei aus Hagen, der SAK hingegen ist „das Team hinter dem Team“.

Die Frauen registrieren die Anmeldungen, kümmern sich um die Blutspender, versorgen sie mit einem Imbiss, geben nach der Blutspende die Pässe zurück und richten die alljährlichen Spenderehrungen mit Kaffee und Kuchen aus. Die Arbeitsdienste werden im Schichtsystem absolviert, alles in allem 22 Helfer werden bei den beiden Blutspendeterminen benötigt – aber aktuell sind nur noch 23 der insgesamt 28 Mitglieder aktiv. Die anderen haben sich aus Altersgründen aus der Arbeit zurückgezogen.

Sie alle wurden schon von den Helferinnen des Sozialen Arbeitskreises versorgt, hier bei einer Ehrung für häufige Teilnahmen.

Es reicht also so gerade eben, aber für die Betreuung der Erstspender sind jetzt schon keine Kapazitäten mehr vorhanden, denn natürlich sind auch beim SAK längst nicht immer alle Helferinnen vollzählig zur Stelle, wenn ein Blutspendetermin ansteht. Immer wieder kommen bei einzelnen Krankheiten und Urlaub dazwischen. Sigrid Baukloh-Becker sieht das realistisch: „Wer noch fit ist, ist auch gerne unterwegs. Das kann man niemandem verdenken.“

Mit diesem Plakat wirbt das Deutsche Rote Kreuz in Kierspe für mehr Unterstützer.

Aus all diesen Gründen hofft sie auf Verstärkung insbesondere aus dem Kreis derer, die die Blutspende schon kennen. Sie selber ist seit zwei Jahren im Sozialen Arbeitskreis aktiv. Die ehemalige Pflegedienstleiterin der Diakonie Meinerzhagen hatte sich dieses Ehrenamt bewusst ausgesucht. Als Krankenschwester kennt sie die Bedeutung der Blutspendedienste, ohne die ein wichtiger Teil des Gesundheitssystems zusammenbrechen würde.

Sie selbst ist in der Anmeldung tätig, der Küchenbereich sei ihr zu anstrengend. Dort sind mitunter Körperkräfte gefragt, wenn schwere Suppentöpfe geschleppt werden müssen; auch deshalb sind Männer gerne willkommen. Zur Zeit ist der SAK ein reiner Frauenkreis.

Jeweils am ersten Donnerstag im Monat trifft sich die Gruppe im DRK-Heim am Heideweg, aber dabei kommt neben der Vorbereitung der Blutspendetermine auch die Geselligkeit nicht zu kurz; einmal im Jahr gibt es einen gemeinsamen Ausflug. Interessenten können sich bei Sigrid Baukloh-Becker melden unter der Telefonnummer 01 77/6 41 02 29. Das nächste Gruppentreffen findet wegen des Feiertags am 10. Oktober statt.

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