Lückenschluss zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid

Augen auf: Die Bahn kommt!

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Ab Sonntag gibt es wieder eine Bahnverbindung zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid.

Kierspe - Die Bahn kommt - und Autofahrer sollten lieber einmal zu viel schauen, ob der Weg über den Bahnübergang frei ist. Darauf macht die Deutsche Bahn wenige Tage vor dem Lückenschluss der Strecke nach Lüdenscheid-Brügge aufmerksam.

Lange haben die Volmetaler darauf gewartet, am Samstag ist es so weit: Die Bahnstrecke von Meinerzhagen über Brügge nach Lüdenscheid wird ab Sonntag, 10. Dezember, wieder planmäßig mit Personenzügen befahren. Täglich fahren dann von 5 bis 23 Uhr im Zweistundentakt insgesamt 22 Züge von Lüdenscheid nach Köln und zurück. Aber: Durch Verspätungen oder Güterzüge kann es auch außerhalb dieser Zeiten zu Zugverkehr kommen. 

Die Deutsche Bahn nimmt dies zum Anlass, die Straßenverkehrsteilnehmer, also sowohl Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger noch einmal ausdrücklich auf das erhöhte Verkehrsaufkommen aufmerksam zu machen. Denn grundsätzlich gelte: Der Zug hat Vorfahrt. 

Nur fünf Übergänge mit Licht/Schranke 

Auf der Strecke passieren (wie es heißt „leise“) Dieseltriebwagen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde elf Bahnübergänge, von denen fünf durch Blinklichtanlage und/oder Schranken gesichert sind. „Die bestehende Technik wird hier in 2018 erneuert“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung der Bahn AG. 

Sechs Bahnübergänge an Feld- oder Waldwegen sind derzeit technisch noch nicht gesichert. Dort gelte das Andreaskreuz – das passierenden Zügen Vorfahrt gewährt. Außerdem geben die Lokführer akustische Signale vor dem Bahnübergang. Die technische Sicherung sei ebenfalls für 2018 vorgesehen. Bisher wurde die Strecke nur unregelmäßig von Güterzügen mit niedriger Geschwindigkeit befahren. 

Kampagne zum Andreaskreuz 

Zwar seien Bahnübergangsunfälle in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen und mit einer Zahl von bundesweit 140 auf niedrigstem Niveau. Gleiches gilt laut Bahn für die Zahl der Kreuzungen von Schiene und Straße, die mit 16 871 Anlagen im Netz der Deutschen Bahn ebenfalls einen historisch niedrigen Wert erreicht hat.

„Vielen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern ist die Bedeutung des Andreaskreuzes und der Sicherungsanlagen am Bahnübergang oft jedoch nicht richtig bekannt. Das belegen verschiedene Studien mit teils erschreckenden Ergebnissen“, heißt es von der Bahn. Um die Straßenverkehrsteilnehmer weiter über das richtige Verhalten am Bahnübergang zu informieren, wurde eigens eine Informations-Kampagne mit dem Titel „Sicher drüber“ aufgelegt (siehe Info-Box).

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