Bürgermeister begrüßt Schüler aus Montigny

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Die Austauschschüler aus den Jahrgangsstufen acht und neun hatten eine schöne Zeit in Kierspe, wie sie Bürgermeister Frank Emde (rechts) erzählten. Heute geht es für die 23 Mädchen und Jungen nach acht Tagen zurück nach Montigny.

Kierspe - Ein fröhliches, deutsch-französisches Stimmgewirr erfüllte gestern Nachmittag den Ratssaal, bevor Bürgermeister Frank Emde schließlich 23 französische Austauschschüler aus Montigny und deren Lehrer begrüßte. Auch ernste Themen – etwa die Unterbringung von Flüchtlingen in Kierspe – fanden im anschließenden zwanglosen Gespräch Beachtung.

Nachdem der Bürgermeister die Begrüßung auf Französisch vorgenommen und seine Stadt kurz vorgestellt hatte, trauten sich die Franzosen, gekonnt aufs Deutsche überzugehen. An mancher Stelle gab es Übersetzungshilfe ihrer Lehrer vom Collège les Prés (Jean-Claude Durand, Cyril Duquenne und Marie-Lise Pieau) oder von den beiden Kiersper Gesamtschullehrerinnen Marie-Gilles Lange und Stefanie Dieckmann.

Warum ausgerechnet ein Rabe das Wappen der Stadt Kierspe ziere, wollte ein Schüler wissen. „Der Rabe gilt als kluges Tier. Die Kiersper haben sich den Raben damals wohl ausgesucht, weil sie auch klug sein wollten“, erklärte Emde.

Interesse zeigten die 23 Franzosen, die in den Familien ihrer deutschen Austauschschüler von der Gesamtschule untergebracht sind, auch an der heimischen Wirtschaft, der Partnerschaft der beiden Städte und an den Aufgaben eines Bürgermeisters. Gleich mehrere Nachfragen – mal auf Deutsch, mal auf Französisch – kamen zum Thema Flüchtlingsunterbringung. Emde berichtete unter anderem, dass die etwa 300 Flüchtlinge in der Stadt dezentral in kleinen Wohnungen untergebracht seien und auch, dass die Kiersper sich durch großes ehrenamtliches Engagement auszeichneten.

Für die Franzosen war der Besuch im Rathaus einer der letzten Punkte im Programm ihres Austausches. Nach acht Tagen reisen sie heute wieder nach Hause und blicken auf ein vielseitiges Programm in Deutschland zurück. Vom Kennenlernen der Schüler, Lehrer und des Unterrichts an der Gesamtschule bis hin zum Besuch des Kölner Schokoladenmuseums und des Doms reichte die Palette. In Bonn habe die Gruppe das Haus der Geschichte und den Weihnachtsmarkt besucht, in Brühl das Phantasialand und in Lüdenscheid das Geschichtsmuseum, berichtete Marie-Gilles Lange. Die Gesamtschüler selbst konnten beim Empfang im Rathaus nicht dabei sein, da sie noch Unterricht hatten. Doch die gemeinsame Zeit französischer und deutscher Schüler kam keinesfalls zu kurz. Am Sonntag etwa stand ein Familientag auf dem Programm.

Der Gegenbesuch der Gesamtschüler in Montigny ist für März 2016 geplant. Bis dahin hat sich, so hoffen alle Beteiligten, die Sicherheitslage in Paris entspannt, sodass die Schüler – anders als derzeit – dort Museen besuchen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können.

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