Der Turnverein Berkenbaum investiert viel Geld in Elektrik und Hallenboden

TVB: Grundlegende Sanierung der Halle

Derzeit wird die Unterverteilung der Turnhalle des Turnvereins Berkenbaum komplett erneuert. Jens Kämper von der Firma Gürtler hat in den vergangenen Tagen so manches Kabel neu verlegt.
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Derzeit wird die Unterverteilung der Turnhalle des Turnvereins Berkenbaum komplett erneuert. Jens Kämper von der Firma Gürtler hat in den vergangenen Tagen so manches Kabel neu verlegt.

Dass mit der Elektrik in der Halle des Turnvereins Berkenbaum (TVB) etwas nicht stimmt, war dem Vorstand schon länger klar. Dass sie einer kompletten Erneuerung bedarf, aber erst, seitdem sich Fachleute die Unterverteilung genauer angeschaut haben.

Kierspe - Mittlerweile sind die Mitarbeiter der Firma Gürtler aus Lüdenscheid aber schon sehr weit. „Da traf es sich gut, dass die Arbeiten in eine Zeit fielen, in der wir die Halle aufgrund der Corona-Schutzverordnung sowieso nicht nutzen dürfen“, erklärt der Erste Vorsitzende des TVB Uwe Alberts.

Er erklärt auch, dass im vergangenen Jahr immer wieder Sicherungen rausgeflogen seien. Als man nachgeschaut habe, seien Beschädigungen der Elektrik zutage getreten, die eine umfassende Sanierung notwendig gemacht hätten. Rund 10 000 Euro wird der neue Schaltschrank samt Verkabelung am Ende kosten. Geld, das der Verein nur ungern ausgibt, weil er noch weitere große Sanierungsarbeiten finanzieren muss.

Da trifft es sich gut, dass die Stadtwerke die Arbeiten mit 2000 Euro unterstützen. „Wir haben auch einen Antrag gestellt und hoffen nun auf Geld aus der Sportförderung der Stadt. Darüber wird allerdings erst im Mai entschieden“, ergänzt Jörg Schmidt, der dritte Vorsitzende des Vereins.

Die Elektrik stammt, wie die gesamte Halle, aus den 1970er-Jahren. In der darauffolgenden Zeit war sie immer wieder erweitert und verändert worden, weil an die Halle angebaut wurde und weil es zu Veränderungen in der bestehenden Halle kam.

Mit sogenanntem Panzerband ist der Hallenboden notdürftig geklebt worden. Doch es gibt schon wieder neue Risse. Letztlich hilft da nur ein neuer Boden.

Aber nicht nur die Elektrik ist annähernd 50 Jahre alt, sondern auch der Hallenboden. An einigen Stellen zeigt dieser mittlerweile Risse, die zum Teil mit Panzerband, auch Gaffatape genannt, notdürftig repariert wurden. Auch lässt die Elastizität des Schwingbodens an vielen Stellen zu wünschen übrig.

„Es ist völlig normal, dass ein Boden nach gut 50 Jahren erneuert wird“, sagt Alberts, der sich aber auch gewünscht hätte, dass die Sanierung ebenfalls in der Zeit der Hallensperrung möglich gewesen wäre. Schmidt: „Wir hoffen auf eine Förderung aus dem Programm ,Moderne Sportstätten’. Doch bei der Beantragung ist es zu Verzögerungen gekommen, dadurch konnten wir bislang keinen Auftrag vergeben.“

Der Verein rechnet mit rund 70 000 Euro, die ausgegeben werden müssen, um in der 20 mal 30 Meter großen Halle einen neuen Boden samt Unterbau zu installieren. „Wir schätzen, dass wir rund 30 Prozent der Summe selber aufbringen müssen“, so Alberts. Er macht aber auch klar, dass weder die Arbeiten an der Elektrik noch die neue Verlegung eines Bodens aufgeschoben oder ganz unterlassen werden könnten: „Alleine aus Sicherheitsgründen müssen diese Arbeiten jetzt erledigt werden.“

Uwe Alberts (links) und Jörg Schmidt stellen die umfangreichen Arbeiten an der Turnhalle vor.

Die Halle ist für den Verein mit seinen 400 Mitgliedern von entscheidender Bedeutung, da diese vor allem im Winterhalbjahr täglich genutzt wird. So findet dort das Mutter-Kind-Turnen, das Frauenturnen und Aerobic statt, die Hobbyfußballer und Prellballer trainieren und auch die Tennisjugend nutzt das Gebäude, genau wie die Tai-Chi-Gruppe, die dort regelmäßig zusammenkommt.

Doch so wichtig die Halle auch ist, sie ist auch ein riesiger Kostenfaktor für den TVB. So wurde vor rund zehn Jahren die Hallendecke von innen gedämmt, um die Heizkosten zu reduzieren. Die Außenwände erhielten diese Dämmung bereits beim Bau der Halle. Dass die Dämmung innen liegt, hat seinen Grund in der Heizung. Diese arbeitet als Warmluftheizung. Das hat den Vorteil, dass der Innenraum in recht kurzer Zeit auf Temperatur gebracht werden kann. Geleistet wird das von einer Ölheizung, deren Brennmaterial genau wie der Strom laufende und hohe Kosten verursacht.

Beitragsreduzierung

„Wir tragen uns schon länger mit dem Gedanken, die Beiträge der Mitglieder zu reduzieren“, sagt Uwe Alberts, erster Vorsitzender des Turnvereins Berkenbaum. Gerne hätte man den rund 400 Mitgliedern ihre Beiträge in der Zeit, in der sie aufgrund der Corona-Schutzverordnungen auch keine Leistungen bekommen, ganz erlassen. Alberts: „Dagegen spricht zum einen, dass wir Einnahmen brauchen, um die Halle weiter betreiben, instandhalten und sanieren zu können, zum anderen, ist es rechtlich problematisch, wenn der Vorstand einen solchen Beschluss fasst. Doch eine Jahreshauptversammlung, die beschließen könnte, kann zur Zeit ebenfalls nicht stattfinden. Deshalb hat der Vorstand beschlossen, die Beiträge um 50 Prozent zu reduzieren.“

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