Suche nach gestohlenen Noten

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Sogar Piraten trieben sich auf dem Rummelplatz herum. - Fotos: Negel-Täuber

Kierspe -  Die Darsteller kamen aus der OGS der Pestalozzischule und dem Kindergarten St. Josef, die Musikgemeinschaft war mit ihrer neuen Formation vertreten und Komponist und Textautor Frank Müller-Johann stand gleichzeitig als Hauptdarsteller auf der Bühne. Die Uraufführung des Musiktheaters „Der Chor muss singen“ fand am Samstag und Sonntag im PZ vor vielen Besuchern statt.

Von Birgitta Negel-Täuber

Der Komponist war dabei sehr beschäftigt: „Eine große Statue soll enthüllt werden, dazu komponiere ich einen Chor“, erklärte er den Zuschauern. Damit das Publikum das große Werk auch richtig würdigen konnte, gab es erst einmal eine kleine Einführung in Instrumentenkunde: Nacheinander demonstrierten die Musiker, wie sich die unterschiedlichen Holz- und Blechblasinstrumente, die bei der Aufführung mitwirkten, anhören. Jetzt hätte es eigentlich losgehen sollen mit dem Chor. Aber oh Schreck: Der Teufel persönlich schickte einen Geheimagenten, der die Partitur stahl, um mit dem Chorwerk gleich die Musik insgesamt aus der Welt zu verbannen.

Ohne Noten keine Musik – von nun an drehte sich die Handlung um die Suche nach dem Dieb. Die fand auf einem Rummelplatz statt, wo sich neben braven Bürgern auch allerlei Gesindel herumtrieb. Trickbetrüger und sogar Piraten hatten ihren Auftritt, doch das Fazit lautete jedes Mal: „Der Mensch, der hier steht, ist ein Bösewicht, doch die Noten hat er nicht.“ Als Buße mussten sämtliche Bösewichte im Chor mitsingen.

Die jungen Schauspieler machten begeistert mit, tanzten und sangen, einige hatten auch kleinere Solorollen. Eine Eisenbahn rollte über die Bühne, Waldgeister tanzten auf dem nächtlichen Rummelplatz, Gewitter grollte und der „Schwan der Weisheit“ gab dem verwirrten Komponisten immer wieder hilfreiche Tipps, bis das Bühnengeschehen sein glückliches Ende fand.

Viel Beifall war der Lohn für die jungen Schauspieler und Musiker sowie einen sichtlich angeschlagenen Frank Müller-Johann, der gelegentlich mehr über die Bühne humpelte als rannte. Für die Kinder war die Aufführung sicher ein Höhepunkt, im Anschluss konnten sich alle noch einmal beim Förderverein der Schanhollenschule stärken. Die Ehrenamtlichen hatten Waffeln, Muffins und Kinderpunsch im Angebot. Zur finanziellen Unterstützung des Musiktheaters hatten die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, das Autohaus Knabe und eine weitere Kiersper Firma beigetragen.

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