„Demokratischen Führungsstil pflegen“

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Schulleiterin Monika Hahn und ihr Stellvertreter Stefan Müller sind froh, dass mit der Wahl von Johannes Heintges die Nachfolgefrage in der Schulleitung jetzt geklärt ist. ▪

KIERSPE ▪ Die Wahl von Johannes Heintges in der Schulkonferenz am Mittwochabend hätte eindeutiger kaum ausfallen können: Die 16 anwesenden Mitglieder votierten einstimmig bei nur zwei Enthaltungen für ihn.

Der designierte neue Gesamtschulleiter kann sich freuen, ein so gutes Ergebnis erzielt zu haben, was zugleich eine günstige Voraussetzung für den Wechsel von Monika Hahn zu Heintges und dessen Amtsantritt ist.

In der schulinternen Sitzung stellte sich der 47-jährige Familienvater mit vier Kindern, der gegenwärtig didaktischer Leiter sowie Lehrer für Deutsch und Philosophie an der Gesamtschule Gummersbach in Derschlag ist, kurz vor. Unter anderem betonte er, dass sein Ziel eine leistungsstarke, moderne Schule sei, an der alle Jugendlichen den Schulabschluss erreichen, der ihren Fähigkeiten tatsächlich entspricht. Dazu gehöre die gezielte Förderung leistungsstarker wie auch schwächerer Schüler. Messlatte für die Qualität des Unterrichts sei, wie das gelinge, ließ er keinen Zweifel und legte damit zugleich einen hohen Maßstab an.

Aber, so Heintges weiter, er strebe außerdem auch eine freundliche und menschliche Schule an wie zudem eine kooperative und demokratische Schule, was er auf die Schüler wie das Kollegium und die aus sieben Mitgliedern bestehende Schulleitung bezog. Gemeinsam solle die Richtung der Schule bestimmt werden, führte er aus. „Ich werde sicherlich Impulse geben und versuchen Akzente zu setzen“, sagte er dazu nach der Sitzung im MZ-Gespräch, „werde aber nicht beleidigt sein, wenn andere die besseren Argumente haben“, deutete er, dass er eben einen demokratischen Führungsstil pflegen will. Klar sei, dass er sich jetzt am Anfang etwas Zeit nehmen müsse, alles kennenzulernen, Fragen stellen und beobachten werde.

Nach seiner persönlichen Vorstellung wurde er von allen Seiten, Politikern, Lehrern, Eltern wie Schülern, mit Fragen konfrontiert: So wurde gefragt, wie er sich die Kommunikation mit den Grundschulen vorstelle, worauf er entgegnete, dass ein enger Kontakt notwendig sei, aber seitens der Gesamtschule Kierspe bereits längst gepflegt werde. Ein weiteres Thema war der Zeithorizont, den er in Kierspe anvisiert. Heintges machte deutlich, dass er gezielt nach Kierspe wollte, er auch gerne selbst Kinder unterrichte und allein schon aus dem Grund keine Dezernentenstelle anstrebe. Das war ebenfalls für die Kollegen interessant, die wissen wollten, in welcher Form der designierte neue GSK-Leiter Unterricht erteilen werde. Er sagte, dass er neben Leistungskursen auch Grundkurse übernehmen wolle.

Ein Thema war zudem die Inklusion und in dem Zusammenhang die immer neuen Belastungen für Lehrer. „Ideal wäre es natürlich, wenn für jede neue Aufgabe eine alte abgeschafft würde“, meinte Heintges hinterher im MZ-Gespräch. Denn aus seiner Sicht muss es ein Ziel sein, dass den Pädagogen ihre Freude am Beruf erhalten bleibt. Seine bisherige Schule habe so einen Schulpreis als gute und gesunde Schule von der Unfallkasse bekommen und da sei es unter anderem um die Arbeitsbelastung gegangen.

Auch verschiedenen anderen Gütesiegeln habe man sich in Gummersbach, berichtete er, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des scharfen Wettbewerbs unter den Schulen in diesem Raum gestellt, ob es um individuelle Förderung oder Berufswahl ging. ▪ rh

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