Demenzangebot ist ein Schwerpunkt des Hauses

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Residenzleiter Christoph Schmidt und Pflegedienstleiterin Monika Weith besprachen jetzt mit der aus Linda Stödter und Gudrun Gohmann, zwei Kiersperinnen, bestehenden Küchenleitung unter anderem Einrichtungsfragen. ▪

KIERSPE ▪ Ein wesentlicher Schwerpunkt der neuen Seniorenresidenz ist der beschränkte Wohnbereich für demenziell erkrankte Menschen.

Für diese wurde sogar ein abgeschlossener Demenzgarten geschaffen, der von einem Zaun umgeben ist, so dass die Betroffenen, in der Regel ältere Menschen mit Weglauftendenz, zwar ins Freie, aber nicht fort können. „Der Zaun wird jedoch nochmals ausgetauscht, denn er ist viel zu hoch“, kündigt der Leiter des Hauses, Christoph Schmidt, an. Schon jetzt ist die Bepflanzung des Gartens weitgehend fertiggestellt wie auch der Rasen. Die Arbeiten in den Außenanlagen wie an der Inneneinrichtung schreiten zügig voran, so dass die Aufnahme der ersten Hausbewohner im Juni beginnen kann.

Inzwischen sind die ersten Mitarbeiter im Haus tätig, insgesamt sind es in der Anfangsphase noch neun, die Zahl wird sukzessive dann mit der weiteren Hausbelegung erhöht. Wenn alle 80 Zimmer der Seniorenresidenz belegt sind, wird ein Stamm von 50 bis 60 Beschäftigten angestrebt. „Wir haben überwiegend Mitarbeiter aus Kierspe und dem heimischen Raum eingestellt“, informiert Schmidt. So ist Linda Stödter die Küchenleiterin und Gudrun Gohmann ihre Stellvertreterin.

„Wir nehmen maximal zwei Menschen pro Tag auf, weil wir uns mit diesen intensiv befassen möchten. Wir hoffen, dass das Haus etwa in einem halben bis Dreivierteljahr voll ist. Der Bedarf ist Berechnungen zufolge vorhanden“, so Schmidt, der das Einzugsgebiet der Einrichtung bei Kierspe und Umgebung, aber wegen ihrer schönen und interessanten Ausstattung und der günstigen und idyllischen Lage mit Blick aufs Ebbegebirge durchaus auch darüber hinaus sieht. Bei der Namensgebung der einzelnen Wohnbereiche hat sich die Residenzleitung an Kiersper Ortslagen orientiert: So heißt das Untergeschoss Grünenbaum, das Erdgeschoss Rönsahl und das Obergeschoss des dreistöckigen Komplexes Padberg.

Derzeit werden die Möbel, das Geschirr und andere Einrichtungsgegenstände angeliefert und eingeräumt, so dass das Team jetzt schon jede Menge Arbeit hat. Geplant sind unter anderem auch Kooperationen mit Kindergärten und Schulen, so dass Leben ins Haus geholt wird.

Christoph Schmidt und Monika Weith als Pflegedienstleitung sind bereits einige Monate länger für die Seniorenresidenz tätig: Schmidt seit Februar und Weith seit April. Seitdem sind sie in die Vorbereitungen der Eröffnung involviert, mit dem Aufbau des Konzeptes und anderen organisatorischen Fragen wie der Einstellung der Mitarbeiter befasst und nehmen ebenfalls Optimierungen bei der Erstausstattung des Hauses vor.

Christoph Schmidt ist 50 Jahre alt und kommt aus Odenthal beim Altenberger Dom. Nach seiner Erstausbildung als Elektriker hat er sich zunächst in einer Behinderteneinrichtung zum Altenpfleger umgeschult. Es folgten Ausbildungen zum Pflegedienstleiter, Heimleiter, Qualitätsmanager, Auditor und Risikomanager im Bereich Altenpflegeeinrichtungen. Schmidt hat bislang schon in mehreren Häusern Leitungsfunktionen innegehabt, erst als Pflegedienst- und dann auch als Einrichtungsleiter. Zuletzt war er tätig bei der Curanum in Schwelm, die auch Dr. Lührmann als Betreiber der Kiersper Einrichtung geführt hat, als er noch bei der Lohbeck-Gruppe und noch nicht selbstständig war. Schmidt ist ledig und hat keine Kinder.

Monika Weith ist 40 Jahre alt, verheiratet und hat ebenfalls keine Kinder. Sie kommt aus Wiehl und ist seit 20 Jahren in der Altenpflege tätig. Zehn Jahre hat sie am evangelischen Krankenhaus in Bergisch-Gladbach gearbeitet und beide Senioreneinrichtungen mit insgesamt 220 Betten als Pflegedienstleiterin geführt. Vorher war sie bei der Arbeiterwohlfahrt an einem Altenzentrum in Dieringhausen, zuletzt als stellvertretende Pflegedienstleiterin. Sie bringt somit einiges an Erfahrung mit. ▪ Rolf Haase

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