Deko und Textilien beim Weihnachtsmarkt in Belkenscheid

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Ulrike Busch-Heinrich hatte ihre Weihnachtskugeln, Filzschuhe und selbstgemachte Marmelade ausgestellt.

Kierspe - Baumstamm-Nikoläuse empfingen die Weihnachtsmarkt-Besucher in Belkenscheid gleich am Hofeingang, und hinter ihnen wurde der Blick frei in den Hof der Familie Gelzhäuser.

Seit mehr als 25 Jahren findet dort immer am dritten und vierten Adventswochenende ein Weihnachtsmarkt der besonderen Art statt. Hobbybastler und Künstler aus Kierspe und Umgebung stellen dort ihre Arbeiten aus, einige von ihnen sind seit vielen Jahren Stammgäste.

Holzsterne hingen an den kahlen Ästen des Baumes in der Hofmitte, bereits geschlagene Nordmanntannen warteten auf ihre Käufer. Glühwein und frisch gegrillte Wildschwein-Bratwurst lockten mit ihrem Duft die Besucher zum Kosten. Zur Musik der Meinhardus-Musikanten aus Meinerzhagen kam auf dem Hof adventliche Stimmung auf.

Gleich neben dem Würstchengrill steht die Weihnachtsscheune. Dort hatte Wiltrud Steding aus Lüdenscheid schöne Glasarbeiten ausgestellt. Mitgebracht hatte sie unter anderem Fensterbilder und winzige Figuren, die einen Eisberg besteigen und mit dem Auge kaum zu erkennen sind.

Anne Hagen zeigte derweil Christiane Weber, wie aus kleinen Papierblättern Sterne gefaltet werden und Beate Charlotte Neumann präsentierte einen Wandbehang in Hundertwasser-Optik, den sie in der Molatechnik erstellt hatte. Dabei hatte sie Stoffreste in zwei bis sieben Lagen miteinander vernäht und durch Heraustrennen und Umnähen von einzelnen Flächen diese zu einem Motiv verarbeitet.

In Rufweite der Weihnachtsscheune konnten die Besucher gestickte Bilder betrachten, die Stillleben aus der Küche wiedergeben oder auf Schleifen und Handbehängen aufgebracht sind. Alle sind mit einer dänischen Stickerei versehen, bei der nur ein Faden verwendet wird und das Garn nicht glänzend, sondern matt ist.

In einem kleinen Nebenraum „drängelten“ sich gleich zwei Frauen mit einem kreativen Händchen. Monika Barwanitz aus Kierspe und Ulrike Busch-Heinrich aus Meinerzhagen haben in den vergangenen Wochen fleißig Kerzen gegossen, Filzschuhe gestrickt und durchsichtige Kugeln mit ausgestanzten Weihnachtsbäumen bestückt. Es gab aber noch mehr in diesem Teil des Gebäudes zu sehen. Ansprechende Dekoartikel, mit einigen Handgriffen zu etwas Besonderem gemacht, alte Fossilien, abgedruckt in Steinen, selbstgestrickte Mützen, Hüfttücher und noch mehr waren ebenso zu finden wie selbstgemachte Liköre und Weihnachtsplätzchen. Etwas abseits des Hauptgebäudes und der Scheune hatte es sich Gisela Gelzhäuser aus Dormagen im Hühnerstall gemütlich eingerichtet. Neben eigenen Kunstwerken hat sie Weihnachtskarten erstellt, die sie beispielsweise aus leerem Schokoladenweihnachtsmann-Papier gestaltet hat.

Gemütliche Räume und Ecken zum Ausruhen bietet der Weihnachtsmarkt ebenso wie die Möglichkeit, sich einen Tannenbaum auszusuchen. Auch am kommenden Wochenende hat der Weihnachtsmarkt bei Gelzhäusers nochmal geöffnet, und zwar am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr.

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