Arbeiten im Hülloch gehen weiter

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Durch die defekte Wasserpumpe konnte der vorgesehene Bereich nicht bearbeitet werden und so wurde ein Gang von Gestein freigeräumt.

Kierspe - „Die Pumpe ist kaputt“, hieß es gleich zu Beginn des Grabungseinsatzes am Hülloch für den Höhlenforscher Wolfgang Hänisch, den Eigentümer Peters Feltens, Jörn Wegen aus Burgsteinfurt und weiteren freiwilligen Helfern aus Kierspe und Umgebung. Sie trafen sich in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal und hofften, der großen Halle ein gutes Stück näher zu kommen.

„Wir brauchen eine größere, etwas teurere Pumpe mit einem Mahlwerk“, so Wolfgang Hänisch. „Dieser Pumpe haben die Steine und der Lehm den Garaus gemacht.“ So planten die Helfer um und nahmen sich vor, den ursprünglichen Gang, den sie vormals mit Lehm vollgefüllt hatten, wieder freizuräumen. Alsdann können sie diesen Gang vermessen und sehen, was er mit dem Bach auf sich hat. „Wir laufen jetzt nicht ins Leere“, stellte Wolfgang Hänisch klar.

Jörn Wegen aus Burgsteinfurt, die „Bohrspitze“ der Crew an diesem Samstag, erläuterte im Einzelnen, wie weiter vorgegangen werden sollte. „Ich grabe vorne, weil ich einen Trockentauchanzug anhabe, im Schlammwasser liege und so am besten geschützt bin“, so Jörn Wegen. „Für die anderen Kameraden wäre es nicht so praktisch, sie wären bis auf die Unterwäsche nass.“ Bei der vergangenen Grabung wurde der Bachverlauf geöffnet und nun können die Männer in den Bachverlauf etwa vier Meter hineinsehen. Dabei konnten sie erkennen, dass er eine gerade Richtung beibehält. „Wir sind wahrscheinlich durch den früheren Versturzbereich durch. Dort graben wir weiter“, so Jörn Wegen. „Die vier Meter des Bachverlaufs können heute aber nicht mehr bearbeitet werden, da dort das Wasser bis 15 Zentimeter unter der Decke steht und durch die kaputte Pumpe dort ein niedrigerer Wasserspiegel nicht erreicht werden kann.“ Einen Teil des Versturzbereiches wollen die Männer etwas erweitern, damit sie dort mit den Förderwagen besser hantieren können.

Noch etwas anderes hatten die Höhlenforscher gefunden. In dem Geröll vor dem Hülloch lagen ineinander gestapelte alte Luftschutzhelme sowie ein Messer, Dinge, die aus dem Zweiten Weltkrieg stammen könnten.

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