Veranstaltung wird erst im übernächsten Jahr gefeiert

Das Kiersper Schützenfest fällt aus

„Stillgestanden. Augen gerade aus.“ Diese Kommandos sollen beim KSV erst 2023 wieder erklingen. Das Schützenfest im August dieses Jahres ist nun offiziell abgesagt.
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„Stillgestanden. Augen gerade aus.“ Diese Kommandos sollen beim KSV erst 2023 wieder erklingen. Das Schützenfest im August dieses Jahres ist nun offiziell abgesagt.

Die Verantwortlichen des KSV hatten es sich nicht leicht gemacht und die Entscheidung lange hinausgezögert – doch jetzt steht fest: Ein Schützenfest des Kiersper Schützenvereins wird es in diesem Jahr nicht geben.

Kierspe - „Wir glauben nicht, dass wir bis dahin mit dem Impfen soweit sind, dass ein gefahrloses Feiern des Schützenfestes möglich wird“, sagt Jörg Makowski, Vorsitzender des Kiersper Traditionsvereins. Man habe die Entscheidung im Vorstand getroffen und auch bereits mit den Verantwortlichen in den Zügen gesprochen. „Jetzt gibt es noch ein Schreiben an alle Mitglieder, in dem wir die Entscheidung mitteilen“, so der KSV-Vorsitzende auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung.

Schon vor einigen Monaten hatte Makowski mitgeteilt, dass man das Fest zwar grundsätzlich vorbereite, aber alle Verträge so abschließen würde, dass der Verein bei entsprechendem Pandemie-Geschehen ohne finanziellen Schaden aussteigen könne. So ist es nun gekommen. „Mit einer Band haben wir den Vertrag einfach umschreiben können, die Musiker werden dann bei unserem Schützenfest 2023 auftreten.“ Damit ist auch klar, dass das Fest nicht im kommenden Jahr nachgeholt wird.

Kein Fest 2022

„Wir wollen in unserem Rhythmus bleiben. Dann machen wir auch dem ASV, der im kommenden Jahr im August feiern möchte, keine Konkurrenz. Wir denken, dass zwei große Feste in einem Monat nicht gut wären.“

Finanziell sieht der Vorsitzende seinen Verein gut gerüstet: „Der Ausfall des Festes ist verkraftbar, wobei wir natürlich nicht wissen, wie sich die Mitglieder verhalten – wir hoffen dort aber auf Verständnis für die Entscheidung.“

Dass es gar keine Feier mehr in diesem Jahr geben wird, möchte Makowski aber nicht sagen: „Vielleicht ist es im August ja möglich, auf Zugebene mit einer geringeren Anzahl an Teilnehmern etwas auf die Beine zu stellen. Aber das können wir erst entscheiden, wenn wir wissen, wie sich die Infektionszahlen und die Vorschriften für Zusammenkünfte entwickeln.“

Die Entwicklung innerhalb der Vereine durch die Pandemie sieht der KSV-Vorsitzende als mehr als unerfreulich an: „Es ist schon schade, dass man gar nichts zusammen machen kann. Weder als Verein noch auf Zugebene.“ Digitale Formate sieht er dabei nicht als Lösung. „Der Damenzug hat sich mal virtuell getroffen, das war‘s dann aber auch. Eine Videokonferenz kann das Beisammensein einfach nicht ersetzen“, so Jörg Makowski abschließend.

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