1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Kierspe

Das ist Kierspes neuer „Freund und Helfer“

Erstellt:

Von: Simone Benninghaus

Kommentare

Wachleiter Andreas Schmutzler (rechts) heißt Christian Münster im Bezirksdienst willkommen.
Wachleiter Andreas Schmutzler (rechts) heißt Christian Münster im Bezirksdienst willkommen. © Benninghaus, Simone

Sie sind „die Gesichter der Polizei“, sagt Andreas Schmutzler, Leiter der Polizeiwache Meinerzhagen. In Kierspe und Rönsahl werden die Bürger künftig auf ein neues „Gesicht“ treffen: Polizeihauptkommissar Christian Münster wird hier als neuer Bezirksbeamter unterwegs sein und tritt damit die Nachfolge seines Vorgängers Axel Oehm an, der im Juni in den Ruhestand verabschiedet wurde.

MEINERZHAGEN/KIERSPE – Der 52-Jährige wohnt in Meinerzhagen und war bisher in Halver im Streifendienst tätig. Die Zusammenarbeit der beiden Wachen ist eng, und als Meinerzhagener sei ihm natürlich Kierspe nicht fremd. Der neue Einsatzort ist also kein Neuland, die neue Aufgabe ist es indes schon. Eine Umstellung ist beispielsweise die Arbeitszeit – vom Drei-Schichten-Dienst in den Tagesdienst. „Das ist etwas völlig anderes“, hat Christian Münster nach seinem ersten Monat im Bezirksdienst festgestellt. Ein neuer Arbeitsrhythmus, an den sich die gesamte Familie gewöhnen müsse.

Neues Aufgabengebiet

Auch das Aufgabengebiet sei neu. Und damit spricht der Polizeihauptkommissar nicht nur die Fußstreifen an, „die machen vielleicht 20 Prozent der Arbeitszeit aus“ – es gibt darüber hinaus noch viele andere Schwerpunkte.“ Auch die Ermittlungsarbeit zähle dazu. Im Kiersper Rathaus teilt sich Münster mit seinem Kollegen Markus Sassen, der seit geraumer Zeit ebenfalls als Bezirksbeamter tätig ist, ein Büro. Der „Sitz“ im Rathaus sei ein Vorteil, findet Münster, denn es gebe viele Schnittstellen – etwa mit dem Einwohnermeldeamt, dem Ordnungsamt oder auch dem Jobcenter, das ebenfalls in diesem Gebäude zu finden ist. „Wir sind gut vernetzt“, lobt auch sein Chef Andras Schmutzler. „Und es kommt durchaus vor, dass Bürger, die zum Amt müssen, auch noch zu uns kommen, weil sie eine Frage haben“, berichtet Münster und Schmutzler bestätigt: „Wenn der Bezirksbeamte angetroffen wird, wird schneller Kontakt aufgenommen.“ Einfach für ein Anliegen in die Wache gehen – das scheuen viele Bürger dann doch. Umso wichtiger ist daher der Kontakt vor Ort. „Die Bezirksbeamten kennen Land und Leute“, beschreibt der Wachleiter. Wichtige Aufgabe sei es, Kontakte zu halten – zu den Menschen, aber auch zu Institutionen wie Banken, zu Firmen oder zu Vereinen und Schulen und zur Freiwilligen Feuerwehr.

Die Schule ist ein Stichwort. Zu Christian Münsters Tätigkeitsfeld gehört auch die Fahrradausbildung. „Vorher die bösen Jungs, jetzt 50 Kinder auf Rädern – auch das ist eine Herausforderung“, meint der dreifache Familienvater augenzwinkernd.

Wunsch: Ein weiteres E-Bike für die Wache

Da passt es, dass er auch privat gerne mit dem E-Bike unterwegs ist. Ein Wunsch seitens der Wache sei es, dass noch ein zweites Rad „in Dienst“ gestellt wird. Eines gibt es schon länger. Der Meinerzhagener Bezirksbeamte André Ohle ist auf diesem Bike unterwegs. Andreas Schmutzler berichtet, dass es in manchen Städten Fahrradstaffeln gebe. Dazu wird es in den Volmestädten nicht kommen, dennoch soll die Polizei auch in Kierspe und Rönsahl radelnd zu sehen sein, das ist ein Wunsch: „Zu Fuß und mit dem Rad – näher und dichter ist der Kontakt zu den Bürgern kaum möglich.“

Auch interessant

Kommentare