Mehr als „sehr gut“ geht nun mal nicht

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Als Beste ihres Jahrgangs schloss Danika Kirsten (Mitte) ihre Prüfung ab. Mit ihr freuten sich Residenzleiterin Diana Szantai (links) und die Pflegedienstleiterin Michaela Nevis.

Kierspe - Eine Leistungssteigerung ist von Danika Kirsten wohl nicht mehr zu erwarten – diese ist aber auch nicht möglich, denn hinter allen Fächern ihres Berufsschulzeugnisses steht ein „Sehr gut“, und auch die drei Teile ihrer Prüfung zur examinierten Altenpflegerin wurden mit „sehr gut“ bewertet. Die Beste ihres Kurses (Berufsschulklasse) startet am 1. August mit einem Arbeitsvertrag in ihrem Ausbildungsbetrieb – der Seniorenresidenz in Kierspe.

„Eigentlich war mir immer klar, dass der Beruf der Altenpflegerin genau das ist, was ich nie machen wollte“, erzählt die junge Frau, die in Valbert aufgewachsen ist und heute in Lüdenscheid wohnt. Doch es sollte anders kommen. Im Rahmen einer Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin absolvierte sie auch ein Praktikum in einem Altenheim. „Da wusste ich, das ist genau das, was ich machen möchte“, erinnert sich Kirsten.

Nach dem Abschluss der ersten Ausbildung arbeitete sie dann zwei Jahre in der Seniorenresidenz als Assistentin, um dann eine zweite Ausbildung zur Altenpflegerin zu beginnen. „Der Bezug zu den Bewohnern ist das, was mir am meisten Spaß macht, aber auch am wichtigsten ist“, erzählt die 28-Jährige. Doch sie schätze auch, dass der Beruf sehr abwechslungsreich sei: „Da weiß man nie, was auf einen zukommt.“

Bei der Prüfung selbst war das auch so. So wurden im Vorfeld des praktischen Teils mehrere Patienten ausgesucht, aus denen die Prüfer einen auswählten. Zu diesem musste die Schülerin dann ein Konzept schreiben und dieses umsetzen. Die schriftliche Prüfung zog sich über drei Tage und bei der mündlichen wurden in drei Themenbereichen die Aufgaben zufällig ausgewählt.

Große Schwierigkeiten scheint das Danika Kirsten nicht gemacht zu haben. Dass das längst nicht immer so ist, erzählt Michaela Nevis, die Pflegedienstleiterin der Seniorenresidenz: „Der Notendurchschnitt bei den Prüflingen liegt zwischen zwei und drei. Da ist solch ein Abschluss schon außergewöhnlich.“ Nevis muss es wissen, denn in ihrer Position betreut sie immer rund zehn Auszubildende. Diese zu finden, sei gar kein so großes Problem, problematischer sei es da schon, die jungen Menschen auch zu motivieren, die Ausbildung abzuschließen. Nevis: „In der Schule wird schon einiges von den Auszubildenden verlangt – und auch der Dienst mit seinen Schichtarbeitszeiten verlangt den jungen Menschen viel ab.“

Um so glücklicher ist die Pflegedienstleiterin nun, mit Kirsten einen Menschen gefunden zu haben, der nicht nur alle Voraussetzungen für den Beruf mitbringt, sondern diesen auch liebt.

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