Damit das Feuer nicht zur Falle wird

Osterfeuer müssen ständig kontrolliert werden.

KIERSPE ▪ Bald werden wieder rund 70 Osterfeuer auf Kiersper Stadtgebiet brennen. Grund genug für Wehrleiter Georg Würth, den Veranstaltern ein paar Tipps zu geben: „Die Ausrichter sollten auf keinen Fall vergessen, ihr Osterfeuer bei der Stadt anzumelden. Nur so lässt sich der Fehleinsatz der Feuerwehr, der unter Umständen zu Kosten und Gebühren führen kann, vermeiden.“

Doch auch für das Feuer selbst hat der Feuerwehrmann Tipps: „Es sollten nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz verwendet werden. Kunststoffe wie Plastiktüten und Autoreifen, aber auch andere Abfälle haben im Osterfeuer nichts verloren.“ Um Tiere, die sich in den Holzhaufen eingenistet haben, zu schützen, rät Würth dazu, das Brennmaterial vor dem Entzünden noch einmal umzuschichten.

„Wichtig ist auch, dass die Abstände zu Straßen und Häusern eingehalten werden. Von Gebäuden und Häusern sollte das Feuer mindestens 50 Meter entfernt entzündet werden. Zu Straßen ist ein Abstand von mindestens 100 Meter einzuhalten. Das reduziert nicht nur die Brandgefahr, sondern auch eine Beeinträchtigung der Anwohner und Verkehrsteilnehmer durch den Rauch“, erklärt der Wehrleiter, der den Veranstaltern auch dringend rät, auf brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger zu verzichten. Würth: „Ist das Feuer einmal entfacht, dann darf es auf keinen Fall unbeaufsichtigt bleiben. Aber auch die Besucher sollte der Veranstalter im Auge haben. Vor allem kleine Kinder sind von den Flammen fasziniert und nähern sich dem Feuer daher gerne zu nah.“

Um Funkenflug zu vermeiden, rät der Profi dazu, nicht zu viel Material auf einmal zu verbrennen. Außerdem rät er davon ab, Strohballen als Sitzgelegenheit zu verwenden, weil diese sich allein durch die Hitzestrahlung entzünden könnten.

„Sollte doch mal etwas passieren, ist es wichtig, dass Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge eine Zufahrt vorfinden, um sich dem Feuer und eventuell Verletzten nähern zu können“, so Würth.

Sollte doch mal etwas passieren, dann rät der Feuerwehrchef dazu, kleinere Verbrennungen mit Wasser zu kühlen: „Maximal zehn Minuten lang und am besten mit Leitungswasser, das eine Temperatur von zehn bis 10 bis 20 Grad Celsius hat. Bei großflächigen Verbrennungen und auf der Haut haftenden Substanzen sollte nur abgelöscht werden. Längere Kühlung führt sonst schnell zu einer Unterkühlung des Verletzten.“ In einem solchen Fall müsse auch sofort ein Notarzt über die Notrufnummer 112 alarmiert werden. Die gleiche Nummer sei zu wählen, wenn ein Feuer außer Kontrolle gerate. ▪ Johannes Becker

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