Mit dem CVJM auf den Spuren der Geschichte

Im Anschluss an die dargestellte Handlung wird das Erfahrene aufgearbeitet, gemeinsam gespielt und gebastelt. Damit alles klappt, steht den Kindern ein großes Helferteam zur Seite.

KIERSPE ▪ 9 Uhr: Eigentlich eine Zeit, in der es Kinder in der Regel noch langsam angehen lassen – zumal dann, wenn Ferien sind. Anders ist das allerdings in dieser Woche im evangelischen Gemeindehaus Rönsahl. Dort nämlich findet – wie das nun bereits schon seit Jahren Brauch ist – in der ersten Woche der Herbstferien die CVJM-Kinderbibelwoche statt. Nichts ist es deshalb mit beschaulicher Stille am Morgen. Stattdessen geht’s von Anfang an rund.

Carola Nies vom CVJM-Vorstand und ihr Helferteam, das sind Sina Nowak, Nadine Taferner, Steffi und Benny Carlé, Indra Nies, Carina Homeier und Larissa Hardes, wissen nämlich nur zu gut, wie man mit der kleinen Rasselbande umgehen muss. Die knapp zwanzig Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter sind sofort bei der Sache und hängen buchstäblich am Mund der Nachrichtensprecherin des „1. Kinderbibel-TV“, das in dieser Woche mit dem Ü-Wagen im Rönsahler Gemeindehaus – oder doch vielleicht eher irgendwo an der staubigen Straße im Heiligen Land – seine Zelte aufgeschlagen hat. Täglich geht es um die aktuelle Berichterstattung aus dem Geschehen vor rund zweitausend Jahren, so wie es in biblischen Geschichten festgehalten ist, die aus dem Leben Jesu berichten.

Live, aus erster Hand und natürlich in kindgerechter Form steht täglich eine andere und in sich abgeschlossene biblische Begebenheit im Mittelpunkt, die davon berichtet, wie Jesus Menschen mit schweren Schicksalen hilft, die zu ihm kommen und durch die Kraft des Glaubens von ihren Gebrechen geheilt werden. Unterschwellig wird den Kindern dabei bewusst, was es mit dem Begriff des „Lastenträgers“ als Leitthema der diesjährigen Kinderbibelwoche auf sich hat. Die wundersame Heilung des blinden Bartimäus, den sein unbändiger Glaube zu Jesus führt, auch des Gelähmten, der durch das Dach ins voll besetzte Haus zu Jesus getragen wird, oder auch des Simon von Kyrene als Lastenträger und Wegbegleiter Jesu auf dem schweren Gang nach Golgatha, dienen als anschauliche Beispiele für die Kraft, die aus dem Glauben erwächst. Die Kinder erfahren dabei, wie wohltuend es für den Betroffenen ist, sich helfen zu lassen, nehmen aber auch die Erkenntnis mit, dass es schön und befriedigend sein kann, wenn Menschen einander helfen und einer dem anderen in der Not zur Seite steht.

Neben den pädagogischen Effekten der Kinderbibelwoche kommen natürlich auch muntere Spiele, das gemeinsame Singen und Basteln, nicht zu kurz. So vergeht die Zeit für die Kinder an jedem Morgen wie im Flug, und alle Beteiligten freuen sich bereits auf den kommenden Sonntag. Dann nämlich ist die gesamte Gemeinde zum Abschlussgottesdienst eingeladen, der um 11 Uhr im Gemeindehaus beginnt und die Begebenheiten der Kibiwo im Zeitraffer vorstellen wird.

Von Rainer Crummenerl

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