Angebote in der Coronakrise: "Wir stehen in den Startlöchern“

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Stefan Käsler hat sich bereit erklärt, die organisatorischen Fäden des Einkaufsdienstes in den Händen zu halten. Ebenso wie seine Frau Sabine und acht weitere Helfer bietet er den Menschen aus den Risikogruppen an, für sie Einkäufe zu tätigen.

Kierspe - „Wir stehen in den Startlöchern, sind einsatzbereit“, sagt Stefan Käsler von der Evangelischen Kirchengemeinde Kierspe.

Deren Presbyterium hatte bei seiner letzten Sitzung vor mehr als zwei Wochen darüber gesprochen, dass man sich nicht ganz aus dem öffentlichen Leben zurückziehen will, sondern vielmehr den Menschen in Zeiten der Corona-Krise Angebote unterbreiten möchte. Eine Sache sind die Video-Gottesdienste, welche die Gemeinde in den nächsten Wochen über das Internet (Youtube) anbietet, die andere ein Einkaufsdienst.

Nicht nur für Mitglieder

Die Organisation dieses Angebots, das sich natürlich an alle Menschen, nicht nur Gemeindeglieder, aus den sogenannten Risikogruppen – ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen – wendet, hat Stefan Käsler übernommen. Obwohl über das neue kostenlose Angebot in der vergangenen Woche sowohl in der Meinerzhagener Zeitung als auch auf der Homepage der Kirchengemeinde berichtet wurde, hat sich bislang erst ein älteres Ehepaar gefunden beziehungsweise gemeldet, das den Service in Anspruch nehmen möchte.

Dienst ist gut aufgestellt

Auf der anderen Seite habe es einen älteren Mann, mit Rollator, gegeben, der zum Einkaufen ging. „Wir hätten das gerne für ihn übernommen“, verdeutlicht Stefan Käsler, dass dieser Dienst gut aufgestellt ist. Derweil stehen zehn Helfer bereit, um zeitnah die Einkäufe für die Menschen zu tätigen, die es selber nicht sollten und auch keine Angehörigen, Nachbarn oder andere haben, die diese Aufgabe für sie mit erledigen könnten. Wer den Einkaufsdienst in Anspruch nehmen möchte, kann sich jederzeit bei Stefan Käsler, Tel. 01 77/9 29 16 59, E-Mail service@complere.de, melden. Die Einkäufe würden dann zeitnah erledigt.

Ansprechpartner für alle

Der Organisator des Dienstes ist natürlich auch Ansprechpartner für alle, die ebenfalls mithelfen möchten, gleich, ob sie zur Evangelischen Kirchengemeinde gehören oder nicht: „Wir können noch Helfer gebrauchen!“ Denn Käsler geht davon aus, dass sich die Situation in den nächsten Wochen noch verschärfen wird. Bisher höre man auch von anderen Gruppen, dass die Hilfsdienste noch spärlich in Anspruch genommen werden. Gleichzeitig, so Käsler, gibt es auch eine Abstimmung oder Zusammenarbeit mit dem Verein Soziales Bürgerzentrum Hand in Hand, mit der Stadt Kierspe, mit der Arbeiterwohlfahrt in Kierspe und mit Steffen Wieland, der sich ebenfalls in Sachen Hilfe und Unterstützung in der Corona-Krise einbringe.

Fest steht bereits, dass die Helfer des Einkaufsdienstes und auch der Arbeiterwohlfahrt den Verein Hand in Hand bei der Auslieferung der Lebensmittelpakete an die Anspruchsberechtigten, die sich bereits gemeldet hätten, helfen werden. Bei der Awo gibt es ein ähnliches Bild wie beim Einkaufsdienste: Es gibt eine Reihe von Helfern, aber noch sehr wenig Resonanz von den Menschen.

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