In der Küche brennt noch Licht

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Ibrahim „Brazzo“ Mrzljak vom Gasthaus Theile ist gemeinsam mit Mehmed „Karl-Hasan“ Mrzljak auch während der Corona-Krise für hungrige Meinerzhagener da.

Kierspe/Meinerzhagen - Seit etwa zwei Wochen zählen zu den Geschäften, die aufgrund der strengen Corona-Vorschriften geschlossen bleiben müssen, auch Restaurants. Unsere Zeitung hat sich in den beiden Volmestädten umgehört, wie die Gaststätten die „Zwangspause“ überbrücken.

Auf To-Go-Service setzt seit Beginn der Schließung das Gasthaus Theile in der Meinerzhagener Fußgängerzone. „Bis jetzt sind wir zufrieden. Am Wochenende wurden unsere Erwartungen übertroffen. Unter der Woche könnte es etwas mehr sein“, sagt Ibrahim „Brazzo“ Mrzljak vom Gasthaus Theile, der gemeinsam mit Mehmed „Karl-Hasan“ Mrzljak auch während der Corona-Krise für hungrige Meinerzhagener da ist. Täglich von 17.30 bis 20 Uhr außer mittwochs kann Essen telefonisch bestellt (Tel. 0 23 54/7 77 99 55) und dann abgeholt werden, die Speisekarte gibt es auf der Homepage (www.gasthaus-theile.de).

Telefonische Vorbestellungen sind auch schon vor 17.30 Uhr möglich. „Es ist sehr toll, dass wir uns auf unsere Stammkunden verlassen können“, freut sich Ibrahim „Brazzo“ Mrzljak. Zur Überbrückung der Corona-Zeit bietet auch das Wirtshaus in der Meinerzhagener Fußgängerzone seit Donnerstag einen To-Go-Service an. Abgesehen von Montag ist es nun an jedem Wochentag möglich, in der Zeit von 17 bis 20 Uhr Speisen per Anruf (02354/12083) zu bestellen und dann abzuholen.

Dieses Angebot sei direkt am ersten Tag „sehr gut angenommen“ worden, freut sich Vassilios Spiroglou vom Wirtshaus. Zudem wird freitags, samstags und sonntags ein Lieferservice angeboten. Die Speisekarte kann auf der Homepage (www.wirtshaus-meinerzhagen.de) und auf Facebook eingesehen werden. Auf To-Go und Liefern setzt auch die Gaststätte Zur Post an der Friedrich-Ebert-Straße in Kierspe-Dorf – und das nach wie vor. Denn diese Angebote gibt es dort schon seit Langem. Die Schließung aufgrund der Corona-Vorschriften wirkte sich allerdings massiv aus, auch auf To-Go- und Lieferservice.

„In der ersten Woche gingen die Umsätze um 80 Prozent zurück“, sagt Inhaber Niko Kalpakis im Gespräch mit unserer Zeitung. In der zweiten Woche sei es dann aber schon wieder etwas besser geworden, fügt er hinzu. Das Essen – eine Karte gibt es auf der Homepage (www.zupost.de – also ohne „r“) – kann täglich von 17 bis 22 Uhr außer montags telefonisch (0 23 59/29 05 82) oder alternativ im Internet bei Lieferando (www.lieferando.de) bestellt werden.

Anders als bei den drei zuvor genannten Beispielen sieht es beim Hotel-Restaurant Haus Berkenbaum aus. „Für unseren Restaurantbetrieb sehen wir zurzeit leider keine Möglichkeit, ohne weiteres ein Außer-Haus-Geschäft anzubieten, was unseren Gästen einen Mehrwert bietet“, heißt es in einem schriftlichen Statement seitens der Familie Funke.

„Dafür gibt es einige Gründe, die ich Ihnen gerne erläutern möchte. Unser Kerngeschäft ist unser Restaurantbetrieb mit Außer-Haus-Lieferungen für Gruppen und Feierlichkeiten. Das bedeutet für uns organisatorisch, dass wir zwar eine Feier mit Essen aus unserer frischen Küche ausstatten können – aber nicht eine hohe Anzahl unterschiedlicher Einzelgerichte (also kleine Bestellungen) an den unterschiedlichsten Orten ausliefern können. Das unterscheidet uns vom klassischen To-Go und Lieferservice“, heißt es in dem Statement weiter. Erschwerend komme im ländlichen Bereich der Fahrtaufwand hinzu, der deutlich größer als in der Stadt ist.

„Das Hauptproblem sind hier die Einwegverpackungen – durch die Lieferwege kommt es konkret zu einem Qualitätsverlust. (Bei unseren Warmhaltebehältern für größere Gruppen können wir eine Lieferung ohne Qualitätsverlust gewährleisten.) Wir möchten keine schlechten Kompromisse in der Qualität unserer Speisen eingehen. Das Essen soll nicht nur heiß, sondern in der Qualität einem Besuch in unserem Restaurant entsprechen. Daher freuen wir uns bereits auf die Zeit, in der unsere Gäste wieder schöne Stunden und Tage in unserem Haus und Biergarten verbringen können“, so die Familie Funke.

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