TSV lässt Nikolausfeier ausfallen

Stille Nacht statt Weihnachtsfeier

Nikolausfeier - Weihnachtsfeier - Corona
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Dicht gedrängt verfolgen die Besucher die Vorführungen bei der Nikolausfeier des TSV Kierspe. Solche Bilder sind in diesem Jahr kaum vorstellbar – und es wird sie auch nicht geben. Der Verein hat die traditionellen Feiern abgesagt.

„Für die Turnabteilung als größte Abteilung im TSV Kierspe haben wir geklärt, dass die traditionelle Nikolausfeier nicht stattfinden wird“, sagt Dorette Vormann-Berg vom Präsidium des Sportvereins auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung.

Normalerweise findet die Feier an dem Samstag, der dem Nikolaustag am nächsten ist, in der Jahnhalle statt. Dann führen die Kinder aus den verschiedenen Abteilungen ein Programm auf, zu dem die Geschwister, Eltern und Großeltern eingeladen sind. Dazu gibt es Kaffee und von den Eltern gespendeten Kuchen.

Doch ganz ohne Feiern möchte man die Kinder dann doch nicht lassen. „Deshalb ist die Idee, dass die Übungsleiter etwas vorbereiten, das dann in der Jahnhalle stattfindet. Aber eben nur für die jeweilige Gruppe und ohne zusätzliche Gäste. Unklar ist noch, ob wir dann auch die Jahnklause öffnen, damit die Kinder dort essen und trinken können. Aber gerade das ist in diesen Zeiten ja nicht so einfach“, erklärt Vormann-Berg.

Für die Turnabteilung als größte Abteilung im TSV Kierspe haben wir geklärt, dass die traditionelle Nikolausfeier nicht stattfinden wird.

Dorette Vormann-Berg, TSV Kierspe

Die Unsicherheit, die beim Sportverein herrscht, ist auch bei vielen anderen Vereinen aber auch Firmen zu bemerken. Die Auswirkungen machen sich auch im Haus Berkenbaum bemerkbar. Der Eigentümer Ernst-Willi Funke sagt: „Es ist alles in der Schwebe. Wir haben zwar einige Anmeldungen, wenn auch deutlich weniger als in den Vorjahren. Ob diese Feiern stattfinden, hängt sicher auch ganz stark vom zukünftigen Infektionsgeschehen ab.“

Nur 20 statt 200 Veranstaltungen

Die Gastronomie ist von der Pandemie und den Verordnungen, die diese eindämmen sollen, besonders stark betroffen. Was das für einen Betrieb bedeutet, macht Funke mit Zahlen aus seinem Haus deutlich: „Bis jetzt fehlen uns schon mehr als 1300 Übernachtungen. Doch es sind nicht nur die Übernachtungen. Ein großer Teil der Besucher isst ja dann auch abends in unserem Restaurant. Und bei den Veranstaltungen sieht es ebenfalls nicht gut aus. Von den üblichen rund 200 Veranstaltungen finden in diesem Jahr gerade einmal 20 statt.“

Jetzt kommen auch noch Verschärfungen von staatlicher Seite hinzu. „Wir hatten noch keine Buchung aus einem Risikogebiet, aber das wird sicher noch kommen.“

Doch bei all den Einbußen erfährt das Haus in Berkenbaum auch viel Unterstützung, so Funke. „Wir erleben viel Solidarität. Es kommen Gäste auch, um uns zu zeigen, dass sie an uns denken.“

Es ist alles in der Schwebe. Wir haben zwar einige Anmeldungen, wenn auch deutlich weniger als in den Vorjahren. Ob diese Feiern stattfinden, hängt sicher auch ganz stark vom zukünftigen Infektionsgeschehen ab.

Ernst-Willi Funke, Haus Berkenbaum

Feiern finden derzeit auch nicht im Partyraum des Hofes Schriever in Vorderste Berg statt. „Da ist alles ganz ruhig. Wir würden aber auch davon Abstand nehmen, wenn Anfragen kommen sollten“, sagt Silvia Schriever. Bis zu 70 Gäste finden in dem Raum platz, „da wird es mit Abstand halten schon schwierig“. Vor allem, da man die Bewirtung üblicherweise in Büfettform anbiete.

Da ist alles ganz ruhig. Wir würden aber auch davon Abstand nehmen, wenn Anfragen kommen sollten.

Silvia Schriever, Hof Schriever

In der Partyscheune würden bis zu 200 Menschen Platz finden. Doch dort kann nur in der warmen Jahreszeit gefeiert werden. Um so besser, dass die Nachfrage im Hofladen ungebrochen hoch ist. Bereits vor der Pandemie erfreute sich das Geschäft großen Zuspruchs. Doch als die Kontaktbeschränkungen in Kraft traten, stieg die Kundenanzahl deutlich – ein Trend, der immer noch anhält.

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