Grundschul-Neustart: Gemischte Gefühle bei Schulleitern in Kierspe

Schule
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Ab dem 15. Juni können wieder alle Kinder in die Grundschulen.

Kierspe - „Ich freue mich, alle Kinder wiederzusehen“, sagt Stefanie Fischer, Leiterin der Verbundschule Bismarck und Servatius, als sie am Freitagvormittag die Nachricht erhielt, dass alle Mädchen und Jungen ab dem 15. Juni wieder in die Schule dürfen.

Organisatorisch werde man das schon gestemmt bekommen, zeigt sich Fischer optimistisch. Denn der Stundenplan muss natürlich umgestrickt werden und zwar so, dass es versetzte Pausen für die Grundschüler gibt – damit höchstens die Hälfte der Kinder auf dem Pausenhof ist – und sie zu unterschiedlichen Zeiten ins Haus kommen.

Dort gilt nach wie vor, dass auf den Fluren und dem Pausenhof Mundschutz getragen und der Mindestabstand eingehalten werden muss. Das gehe in den Klassenräumen natürlich nicht mehr, weiß Fischer. Auf der anderen Seite sieht die Grundschulleiterin die Öffnung der Grundschule mit gemischten Gefühlen und hat Sorge, denn das Coronavirus sei natürlich nicht weg.

Zwei Lehrer gehören zur Risikogruppe

Sie kann aber auf alle Kolleginnen und Kollegen bauen, auch die vier, die zur Risikogruppe zählten, seien an Bord. Das ist bei ihrem Kollegen Thomas Block etwas anders, denn dort fehlen noch zwei Lehrer. Der Leiter der Verbundschule Pestalozzi und Schanhollen sieht die Öffnung der Grundschulen ähnlich wie Stefanie Fischer. „Ich bin froh, dass eine Normalisierung eintritt“, sagt Block und zeigt sich ebenfalls zuversichtlich, die nun vor ihm stehenden Hürden zu bewältigen, sprich: einen neuen Stundenplan aufzustellen – mit versetzten Anfangs- und Pausenzeiten, Mundschutz sowie Abstandsregeln auf den Fluren und dem Pausenhof.

Thomas Block findet es zwar gut, dass diesmal die Mitteilung des Schulministeriums mehr als eine Woche vorher eingetroffen ist – die entsprechende E-Mail kam am Freitag um 9.30 Uhr – , wundert sich aber schon ein wenig darüber, warum die strengen Regeln bis zum kommenden Wochenende in den Klassenräumen eingehalten werden müssen und ab dem 15. Juni nicht mehr.

Tippspiel unter Kollegen über Datum

Block war eher davon ausgegangen, dass der normale Grundschulbetrieb erst nach den Sommerferien startet. Im Kollegium habe es deswegen schon ein Tippspiel gegeben – anstelle des normalerweise zur Fußball-Europameisterschaft laufenden. „Ich habe verloren“, gesteht der Grundschulleiter mit einem Lächeln, dass einige Kollegen tatsächlich auf den 15. Juni getippt haben; andere sogar auf den 8. Juni, wenn die Kitas wieder öffnen. Zumindest werde es für die Viertklässler eine kleine Ausschulungsfeier geben, sagt Block, auch wenn die unter sich bleiben.

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