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Corona: Bei der SPD hagelt es Absagen

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Von: Birgitta Negel-Täuber

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SPD Kierspe - Mitgliederversammlung mit Reibekuchenessen
Beim Reibekuchenessen der SPD war es längst nicht so voll wie erhofft. © Negel-Täuber, Birgitta

Nicht der Nikolaus, sondern Stefan Kugel überreichte den Genossen adventliche Geschenktüten. Längst nicht alle Mitglieder traf der Vorsitzende des Ortsvereins der SPD jedoch persönlich beim traditionellen Reibekuchenessen der Kiersper Genossen: Angesichts rasant steigender Ansteckungszahlen hatte es reihenweise Absagen gehagelt.

Kierspe - Auch Wolfgang Koll, Vorsitzender von „Hand in Hand“, hatte abgesagt. Seinen Vortrag über die Arbeit im Sozialen Bürgerzentrum werde er aber nachholen, kündigte Kugel an. Das Reibekuchenessen im Hotel „Unter den Linden“ – offiziell eine Mitgliederversammlung – fand deshalb diesmal ohne Tagesordnung statt. Allerdings berichtete Gordan Dudas aktuell aus dem Düsseldorfer Landtag, an dem am Mittwoch ein Sonderplenum zu Corona stattgefunden hatte. Er forderte strengere Kontrollen. Der Personalausweis müsse kaum vorgezeigt werden, bemängelte er. „Da kann ich ja auch mit dem Impfausweis meiner Oma kommen.“

Und: Der Abgeordnete ist schon wieder im Wahlkampfmodus. Am 15. Mai 2022 wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt, dann will die SPD an ihren Erfolg auf Bundesebene anknüpfen. In welcher Form der Wahlkampf stattfinden kann, steht natürlich unter dem Corona-Vorbehalt, wie auch alle anderen Aktionen auf dem Terminkalender der Sozialdemokraten. Ausführlich informierte Dudas über die in Gründung befindliche Pflegekammer, in der sich – analog zu IHK und Handwerkskammer – Angehörige von Pflegeberufen, Arbeitgeber und Träger – organisieren können und sollen.

Nicht gegen Kammer an sich

Die SPD sei nicht gegen die Kammer an sich, erklärte Dudas, halte aber das Verfahren für fragwürdig, an dem die Pflegekräfte nicht beteiligt würden. Insbesondere lehne sie eine Zwangsmitgliedschaft ab. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden die Pflegekammern inzwischen wieder aufgelöst – die Akzeptanz bei den Mitgliedern hatte gefehlt. Der Ausflug in die Landespolitik wurde mit Reibekuchen und Pumpernickel beendet, weitere politische Diskussionen fanden beim Essen statt.

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