City-Streife startet im August wieder

Kierspe - Ab nächsten Monat wird wieder eine Citystreife durch Kierspe patroullieren, um in der Volmestadt für Sicherheit zu sorgen. Dies erklärte jetzt Beigeordneter Olaf Stelse auf Anfrage.

Die Citystreife hatte es bereits seit 2004 gegeben, doch nachdem sich die Stadt mit der Recklinghäuser Securityfirma de Blois nicht auf eine Fortsetzung der langjährigen Zusammenarbeit hatte einigen können, tauchte in den vergangenen Monaten kein Wachpersonal in Kierspe auf.

MKW schon in Meinerzhagen auf Streife

Dies soll sich ab August ändern, wenn die Firma MKW aus Plettenberg, die derzeit bereits City-Streifen in Meinerzhagen, Attendorn und Finnentrop im Einsatz hat, diese Aufgabe übernimmt. „Wir sind gerade dabei die Vertragsunterlagen auszuarbeiten, damit es im nächsten Monat losgehen kann“, sagte Stelse.

Testphase für beide Seiten

Zunächst werde es bis zum Jahresende eine Testphase für beide Seiten geben. „Im Winter wollen wir uns dann erneut zusammensetzen, um das neue Paket endgültig zu schnüren“, so Stelse.

Stundenzahl wird auf 50 reduziert

Die Präsenz des neuen Wachdienstes in Kierspe wird allerdings deutlich geringer sein als die der Firma de Blois. Die Verwaltung wird die Zahl der Einsatzstunden zunächst während der Testphase von zuvor 90 auf 50 reduzieren. Da bei der City-Streife üblicherweise immer zwei Sicherheitsbedienstete gemeinsam unterwegs sind, sinkt die effektive Anwesenheit damit auf nur noch 25 Stunden. Kontrolltouren dürften schwerpunktmäßig weiterhin am Wochenende erfolgen.

Verschiedene Tage und Zeiten

Am Konzept der City-Streife solle sich trotz der deutlich reduzierten Stundenzahl allerdings nichts ändern. „Das Wachpersonal wird weiterhin neuralgische Punkte im Stadtgebiet an verschiedenen Tagen und Zeiten ansteuern“, sagte Stelse.

Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt

Dort sollen die MKW-Angestellten nach dem Rechten sehen, mögliche Verstöße dokumentieren und diese Beweise zu Sanktionszwecken an das Ordnungsamt weiterleiten. Diese Zusammenarbeit hatte mit de Blois zuletzt nicht mehr funktioniert und nach Beendigung des Vertrages zu einer öffentlichen Schlammschlacht geführt. So hatte Hans-Wilhelm de Blois, Inhaber der gleichnamigen Securityfirma, massive Kritik an der Arbeit des Ordnungsamtes geäußert. Von seinen Mitarbeitern abgegebene Meldungen, beispielsweise zu falsch geparkten Fahrzeugen, seien von der Behörde teilweise gar nicht weiterverfolgt worden, sagte de Blois und berief sich auf eine interne Quelle aus dem Rathaus.

"Völlig haltlose" Anschuldigungen

Bürgermeister Frank Emde konterte die Kritik mit deutlichen Worten, sprach von „völlig haltlosen“ Anschuldigungen und einer tadellosen Arbeit im Ordnungsamt. Diese Auseinandersetzung gehört nun der Vergangenheit an, denn in wenigen Wochen soll mit MKW der Neustart der City-Streife gelingen.

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