Christlich, modern, gitarrenlastig

Viele Songs waren von dem Ehepaar Silvi und Marc Eglès (links) geschrieben. Durch das Programm führte Heinrich Reisich (rechts).

KIERSPE ▪ Zweimal war Danny Plett vom „Janz-Team“ mit großen Erfolg in Kierspe zu Gast. Am vergangenen Samstagabend kam eine Gruppe, die ebenfalls zum „Janz-Team“ gehört und deren Tourmotto „Im Licht“ lautet: Fünf junge Musiker spielten christliche Songs, mal rockig, mal gefühlvoll. Die angekündigte Sängerin Anja Lehmann musste ihren Auftritt zwar absagen, doch Silvi Eglès, die für sie einsprang, war ein vollwertiger Ersatz.

Gefühlvolle Balladen, rockige sowie mitreißende Songs prägten das Programm der Open-Air-Veranstaltung hinter dem Lutherhaus. Auf jedes gute Rockfestival hätten alle diese Songs gepasst, doch haben Events mit christlichem Hintergrund nicht den gleichen Beliebtheitsgrad beim Publikum wie die Festivals mit den gängigen Hits. Gitarrenlastiger Deutschrock, energiegeladen und ausdrucksstark, geschrieben von Marc und Silvi Eglès, spielte die Band. Diese Titel sind persönlich und richten sich inhaltlich ganz auf das Augenmerk Gottes und sein Handeln. Als Musikerehepaar haben die Eglès inzwischen ihre zweite CD auf dem Markt, die hauptsächlich in deutscher Sprache gehalten sind. Modern und gitarrenlastig sind ihre Nummern arrangiert und haben Texte, die unverkrampft von Gottes Liebe erzählen. Erfahrungen haben sie in ihrer zehnjährigen Musikerkarriere in den USA gesammelt, wo sich das Ehepaar für ein Jahr aufhielt und Konzerte gab. Heinrich Reisich unterstützte das Team am Bass. Auch seine Leidenschaft sind die Worship-Songs oder Anbetungslieder. Die Lieder gehen für ihn unter die Haut und schaffen eine Kraft aus der Beziehung zu Jesus. Abgerundet wurde die Band durch Manuel Halter (Keyboard) und Tomi Kaufmann (Schlagzeug).

Leidenschaft für Anbetungslieder

Fünf Auftritte im Jahr macht die Band, obwohl die Musiker wohnlich weit auseinander gedriftet sind. Viele der Bandmitglieder wohnen in Süddeutschland oder der Schweiz, während Tomi Kaufmann nach Berlin gezogen ist, um zu studieren. Gemeinsame Ziele und die Liebe zur Musik lassen sie die weite Entfernung jedoch überbrücken. Ein wenig schade war es schon, dass Samstagabend bei dem herrlichen Open-Air-Wetter nur gut 50 Besucher gekommen waren, wovon die wenigsten der Zielgruppe des Abends – der Jugend – angehörten.

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