Ausschuss begutachtet Sporthalle - und findet alles halb so schlimm

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Die Mitglieder des Ausschusses für Sport und Jugend machten sich selbst ein Bild vom Zustand der Umkleide- und Geräteräume in der Sporthalle.

Kierspe - „Das sieht eigentlich gar nicht so schlimm aus“, fasste Ralf Erlhöfer (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Sport und Jugend, zusammen, was wohl viele der Mitglieder des Gremiums dachten, als sie am Montag die Sporthalle besichtigten.

Anlass für diesen Ortstermin waren die Schäden in Geräte- und Umkleideräumen, die in vorausgegangenen Sitzungen des Ausschusses kritisiert worden waren. Die Besichtigung begann in den Duschräumen, die nach wie vor wegen erhöhten Legionellenaufkommens gesperrt sind – die entsprechenden Laboruntersuchungen laufen noch.

Rainer Schürmann, Sachgebietsleiter Bauverwaltung und Planung, erläuterte kurz die Maßnahmen, die bereits durchgeführt wurden. Zudem wies er darauf hin, dass noch alte Armaturen gegen neue ausgetauscht werden sollen – nach Möglichkeit solche, die automatisch öffnen und so ein Durchspülen, beispielsweise in der Nacht, ermöglichen.

Meldungskette muss verbessert werden

Was sich auch verändern, verbessern müsse, sei die Meldungskette bei Schäden. Hier sei man nach einem Gespräch zwischen Verwaltung, Stadtsportverband und Gesamtschule – ein weiteres soll Anfang Dezember folgen – auf einem guten Weg. So würden jetzt Listen in den Räumen, die von Lehrern oder Übungsleitern genutzt werden, ausliegen, in welche die Schäden eingetragen werden sollen.

Das Duschen ist nach wie vor in der Sporthalle am Felderhof wegen erhöhten Legionellenaufkommens nicht erlaubt.

Offen bleibt dabei, wer der Verursacher eines Schadens war, sodass die Stadt auf den Kosten sitzen bleibt. So musste erst vor Kurzem eine Tür im Umkleide- und Sanitärbereich erneuert werden. „Und so eine Tür kostet mal eben 800 Euro“, verdeutlichte Rainer Schürmann. Dagegen sah es in den Geräteräumen vergleichsweise ordentlich und aufgeräumt aus.

Thorben Weber vom Stadtsportverband zeigte und erklärte den Ausschussmitgliedern die kleinen Macken und Schrammen zum Beispiel an den Toren – eins lässt sich nicht ordnungsgemäß schließen – am Trampolin und anderen Dingen. Jedoch machte es keinen ungeordneten oder gar chaotischen Eindruck. „Vielleicht liegt es ja daran, dass wir unseren Besuch angekündigt haben“, meinte Ausschussvorsitzender Ralf Erlhöfer.

Bericht über mobile Jugendarbeit

Er konnte anschließend im Sitzungssaal des Rathauses Christian Schwanke begrüßen, der in der Sitzung des Gremiums über die mobile beziehungsweise aufsuchende Jugendarbeit berichtete. Diese wird nun auch vom Märkischen Kreis – mit einer halben Stelle – gefördert, hatte Kämmerer Olaf Stelse bei den Haushaltsplanberatungen berichten können.

„Wir sind nicht zuständig, wenn die Jugendlichen dummes Zeug machen“, betonte Schwanke. Ebenso, dass man keine Ordnungsbehörde sei und auch „niemals mit dieser oder der Polizei gemeinsam auftreten“ werde. „Wir sind parteilich, aufseiten der Jugendlichen“, verdeutlichte er, dass man Zeit und Geduld brauche, um vertrauensvollen Kontakt zu den Jugendlichen auf der Straße zu bekommen. Hauptzielgruppe seien die 13- bis 27-Jährigen, die nicht ins Jugendzentrum kommen. Es gelte, deren Lebenssituation zu verbessern und nachhaltig zu fördern und dies oft mit niederschwelligen Angeboten.

Supermarkt der Treffpunkt für Jugend

„Komm’se Rewe“, nannte Schwanke den Treffpunkt für Jugendliche. Daher habe es dort auch schon einen Aktionstag gegeben. Der Streetworker erzählte aber auch von der Zusammenarbeit mit der Gesamtschule – dort gab es die Info-Woche „Kiffen“ und gibt es im Dezember eine über Aids – die personelle Unterstützung des Bahnhofs 93, die Freitagstreffen in der Sporthalle, der Jugz-Box im Volme-Freizeitpark und am Strandbad und der neue Reihe aktion@Kierspe, die im März mit einer Lasertag-Aktion fortgesetzt werden soll.

Während der Meetingpoint, die Arbeit mit Flüchtlingen, ausgelaufen ist, würden viele andere Aktionen der mobilen Jugendarbeit in Kierspe, so führte Christian Schwanke im Ausschuss für Sport und Jugend aus, umgebaut, leicht verändert oder wiederholt.

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