„Hier im Haus sind die Bewohner der Chef“

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Christian Apelt ist der neue Einrichtungsleiter des Awo-Seniorenzentrums am Haunerbusch.

Kierspe - Kurz vor dem Jahreswechsel gab es für die Bewohner, deren Angehörige und die Mitarbeiter des Awo-Seniorenzentrums am Haunerbusch noch einmal eine Veränderung. Seit Anfang Dezember ist der gebürtige Dortmunder Christian Apelt der neue Leiter der Einrichtung.

 Ihr Dienstbeginn in Kierspe ist noch nicht so lange her. Wie war die Begrüßung an Ihrer neuen Wirkungsstätte? 

Sie war herzlich. Ich denke, ich bin hier im Haus von den Bewohnern, den Angehörigen, dem Bewohnerbeirat und auch von den Mitarbeitern gut aufgenommen worden.

Sie wohnen in Kamen, arbeiten aber auch als Einrichtungsleiter im Awo-Seniorenzentrum an der Parkstraße in Lüdenscheid und nun auch am Haunerbusch. Wie ist ihr erster Eindruck von den Kierspern?

Ich habe festgestellt, dass die Kiersper sehr nette Leute sind.

Welches Bild haben ihre Kollegen bei Ihnen hinterlassen?

Viele Mitarbeiter haben in dem Pflegeberuf auch ihre Berufung gefunden. Das schätze ich sehr. Das Team ist das wichtigste Element in einer Einrichtung. Nur so kann es funktionieren, dass ich an zwei Standorten arbeiten kann.

Wenn man eine neue Stelle antritt, dann macht sich jeder Gedanken über seine Ziele. Welches haben Sie vor Ihrem ersten Tag in Kierspe formuliert?

Ich bin jetzt als gelernter Betriebswirt seit zwei Jahrzehnten in der stationären Pflege tätig und davon seit mehr als fünf Jahren als Einrichtungsleiter. Für mich galt aber schon immer das Motto „Ich möchte das Haus so führen, dass sich auch meine Eltern in ihm wohlfühlen würden“.

Wie glauben Sie, mit welchen Mitteln man dieses Ziel erreichen kann? 

Das geht nur mit einem Miteinander. Dabei darf es keine Einzelkämpfer geben. Die Bewohner und auch die Mitarbeiter müssen sich hier im Haus wohlfühlen. Das ist ein Garant für eine gute Einrichtung.

Sie sind der Nachfolger von Stephan Borowski. Und jeder neue Einrichtungsleiter bringt eventuell auch eine neue Philosophie mit. Welche pflegen Sie?  

Das ist eine ganz simple. Ich bin für die Leute da. Ich schätze im Arbeitsalltag offene Gespräche und möchte eine Einrichtung der offenen Türen.

Welche Herausforderungen sehen Sie in Zukunft auf sich und das Seniorenzentrum zukommen?

Mit dem Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes am 1. Januar 2016 wird sich auch bei uns einiges ändern. Das werden spannende Zeiten. Aber zusammen mit den Bewohnern und ihren Angehörigen in einem Boot werden wir das schaffen. Ich bin mir sicher, dass dabei für die Bewohner letztendlich etwas herumkommen wird und für sie Vorteile entstehen.

Worauf legen Sie bei Ihrer Tätigkeit den Fokus? 

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf dem Dienst am Menschen. Hier in der Einrichtung sind die Bewohner der Chef und nicht Christian Apelt. Ich werde deren Wünsche erfüllen und ich werde als Ansprechpartner für die Leute da sein.

Wie stellen Sie sich und ihre Einrichtung auf mögliche zukünftige Probleme im Bereich der Pflege ein? 

Wir werden die Herausforderungen durch den Fachkräftemangel annehmen und uns für den Markt öffnen. Ich biete jedem, der sich für den Pflegeberuf interessiert die Chance, bei uns den Bereich ausführlich kennenzulernen.

Haben Sie zu Ihren Einstand ein Geschenk mitgebracht? 

Noch nicht, aber es wird eine Überraschung geben. Das ganze Haus soll zum Mittelpunkt für die Bewohner werden. Ich lege Wert auf ein vielfältiges Angebot.

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