Chor Cantamus führt Deutsches Requiem auf

Präsentierten das neue Werk von Cantamus: Arnd Clever, Wolfgang Opitz (beide von der Sparkasse), Frank Bisterfeld, Christoph Gebauer und Ralf Nebel (von links).

KIERSPE ▪ Für viele Kierspe sind die großen Konzerte des Chores Cantamus längst ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Volmestadt. Mit den Werken „Elias“, „Matthäus-Passion“ und „Paulus“ hatten die Mitglieder des Chores, verstärkt durch Solisten und Orchester, in den vergangenen Jahren bereits mehrfach bewiesen, dass ihr Können weit über das eines „normalen“ Chores hinausgeht.

In diesem Jahr soll das nicht anders sein, wenn am Sonntag, 31. Oktober, „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in der Kirche St. Josef aufgeführt wird.

„Dabei handelt es sich um ein sehr bekanntes und großes Werk der Chorliteratur, das Brahms für Chor, zwei Solisten und großes Orchester komponiert hat. Es wird sehr einfühlsame Musik vorgetragen, welche die Menschen berührt. Wohl auch deshalb gehört Brahms Requiem zu den beliebtesten Chorwerken in der geistlichen Musik. Allerdings wurde es in den vergangenen Jahren in unserer Region nicht aufgeführt“, erklärt Chorleiter Frank Bisterfeld.

Unterstützt wird der Kiersper Chor, dem auch Sänger aus Meinerzhagen, Lüdenscheid, Halver und Lindlar angehören, vom „Kourion-Orchester“ aus Münster, mit dem der Chor auch bei früheren Aufführungen zusammengearbeitet hat. Als Solisten wurden Antje Bischof (Sopran) aus Waldbröl und Bariton Fabian Hemmelmann aus Köln verpflichtet. Bei beiden Solisten handelt es sich um studierte Musiker, die über eine langjährige Konzerterfahrung verfügen. „Während bei früheren Werken die Solisten große Auftritte hatten, sind sie diesmal stärker in den Chor integriert“, so Bisterfeld, der sich auch zur Dauer der Aufführung äußerte.

Als im vergangenen Jahr die Matthäus-Passion aufgeführt wurde, durften die Zuschauer rund dreieinhalb Stunden den Musikern und Sängern lauschen. Solche Anforderungen stellt Brahms mit seinem Werk nicht an die Zuschauer. Nach Angaben von Bisterfeld ist das Requiem mit 75 Minuten deutlich kürzer.

Das es den Kiersper Sängern immer wieder gelingt, solche Aufführungen auf die Beine zu stellen, liegt nicht nur an der intensiven Probenarbeit, sondern auch an den Sponsoren, zu denen neben der Mark E vor allem die Sparkasse zählt. „Es gehört zu unserem Selbstverständnis, solche Aufführungen zu unterstützen und damit für die Menschen in unserem Bereich erlebbar zu machen“, so Sparkassen-Vorstand Wolfgang Opitz. Welche Bedeutung die Unterstützung durch heimische Firmen hat, unterstrich Christoph Gebauer bei der Vorstellung des neuen Werkes: „Nur durch die Sponsoren ist es möglich, die Eintrittspreise auf einem moderaten Niveau zu halten.“ Müsste man ohne Sponsoren auskommen, würden die Karten, die für 15 Euro in den Buchhandlungen Schmitz und Timpe, bei den Chormitgliedern und über die Homepage zu bekommen seien, für rund 25 Euro verkaufen, da Orchester und Solisten selbstverständlich bezahlt werden müssten.

Möglich geworden sind solche Aufführungen durch die Entwicklung des Chores in den vergangenen zehn Jahren. Nur zu gut erinnert sich Ralf Nebel als erster Vorsitzender noch an die Zeit, als man es sich gerade einmal leisten konnte, einen Oboenspieler für ein Konzert zu mieten und die Plakate noch fotokopiert wurden. Damals gehörten Cantamus rund 20 Mitglieder an, heute treffen sich wöchentlich rund 60 Sänger zur Probe.

Musikinteressierte, die an dem Sonntagabend, 31. Oktober, keine Möglichkeit haben, die Aufführung zu besuchen, können am 30. Oktober in die Kirche St. Johannes Baptist in Attendorn gehen, wo das Werk von Cantamus erstmals aufgeführt wird. ▪ Johannes Becker

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