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CDU-Vorschlag so nicht finanzierbar

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Von: Klaus Schliek

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Skywalk-Antrag der CDU Thema im Ausschuss
Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Tourismus mit (von links) Freizeit- und Naherholungsbeauftragter Ralf Thebrath, Kämmerin Kerstin Steinhaus-Derksen und der stellvertretende Vorsitzende Clemens Wieland. © Schliek, Klaus

Ralf Thebrath arbeitet als Freizeit- und Naherholungsbeauftragter und widmet sich dem Lebensraum-Mangenment „Oben an der Volme“. In dieser Funktion informierte er in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Tourismus im Sitzungssaal des Rathauses über Freizeitprojekte vor Ort.

Kierspe - Den Begriff „Tourismus“ schob er dabei ein wenig zur Seite. Vorrangig geht es ihm um attraktive Angebote für die Menschen vor Ort. Dafür hat der Planer die Vernetzung der Kiersper Aktiv- und Freizeitzentren vorangetrieben. „Volmeschätze“ wurden an die Wanderwege gebracht, es gibt Infos zur Industriegeschichte und die „Sagenwelt“ spricht vor allem Familien mit Kindern an.

Ein Pluspunkt in Kierspe sind die vom SGV gut gepflegten Wanderwege. Die an diesen Strecken befindlichen Attraktionen gilt es jetzt publik zu machen. Da kommt dann sogar der Tourismus ins Spiel, denn Tagesbesucher aus dem Ruhrgebiet oder dem Rheinland können natürlich auch die Freizeitangebote in Kierspe nutzen.

Ralf Thebrath hob die Bedeutung der langfristigen Planung und Förderung hervor. Ihm geht es dabei nicht um Masse, sondern um Qualität. Ein Beispiel dafür ist der aufgewertete und jetzt sehr gut angenommene Rundwanderweg um die Jubach-Talsperre. Der dazugehörige Wanderparkplatz am Herlinghauser Weg reicht an manchen Tagen nicht mehr aus. Mehr Stellfläche, vielleicht noch etwas mobile Gastronomie – das wäre in diesem Fall eine Investition in die Zukunft.

Auf einem guten Weg

Das aus einem Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums hervorgegangene Programm „Oben an der Volme“ ist dank der Zusammenführung aller Freizeitmöglichkeiten und der gebündelten Darstellung im Internet sowie den örtlichen Anlaufstellen auf einem guten Weg. Im Fachausschuss wurde eine Verknüpfung mit den Angeboten im benachbarten Oberbergischen Kreis gefordert. Laut Ralf Thebrath gibt es bereits erste Kontakte.

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Nicht finanzierbar, heißt es von der Verwaltung, die den CDU-Antrag auf einen partiellen Zugang zur Kerspe-Talsperre mit einer Aussichtsplattform durchgerechnet hat. © Hans Blossey

Kritisiert wurde im Ausschuss das Fehlen einer guten und sicheren Radinfrastruktur in Kierspe. Das sieht auch Ralf Thebrath so. Er rät, auf Waldwege auszuweichen. Es wurde angemahnt, dass die derzeit durch die Holzabfuhr oft arg ramponierten Strecken schnell wieder hergerichtet werden. Vorgeschlagen wurde die Schaffung einer Wanderstrecke, die vom tiefsten Punkt des Stadtgebiets im Volmetal bis hinauf zum höchsten Punkt in der Nähe der Autobahn führt.

Laut CDU-Antrag gehört zur Naherholung auch der freie Zugang zur Kerspe-Talsperre. Die Stadtverwaltung hat den Vorschlag durchgerechnet und ist auf Baukosten von bis zu 200 000 Euro gekommen, wobei der Eigenanteil der Stadt rund 70 000 Euro betragen würde. Angesichts der schwierigen Finanzlage sei das nicht finanzierbar, hieß es aus dem Ausschuss. Die CDU zog den Antrag zurück. Abgehakt ist das Thema damit aber nicht. Die Beteiligten klären jetzt, ob sich das Projekt deutlich abgespeckt und damit naturverträglicher und kostengünstiger doch noch realisieren lässt.

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