Kirchengemeinde sucht neue „Bufdis“

Ein eingeschworenes Team bei „Essen auf Rädern“ sind Nina Oberlies von der Evangelischen Kirchengemeinde Kierspe und ihre beiden „Bufdis“– also Mitarbeiter im Berufsfreiwilligendienst – Florian Mayr (Mitte) und Ruben Pudor.  Foto: Meyer

Kierspe - Mittlerweile sind sie eine feste Stütze in Gemeinden und sozialen Einrichtungen – die sogenannten „Bufdis“. Ohne die Menschen im Bundesfreiwilligendienst, so Nina Oberlies von der Evangelischen Kirchengemeinde Kierspe, würden viele gemeinnützige Hilfsleistungen überhaupt nicht laufen. Aber auch die Freiwilligen nehmen aus ihrem Dienst etwas für ihr Leben mit.

von Martin Meyer

Meist sind es junge Menschen, die nach der Schule den freiwilligen Dienst absolvieren. Oft wissen sie noch nicht, in welche berufliche Richtung sie sich entwickeln wollen oder überbrücken die Zeit bis zum Studienbeginn. „Man hat viele Freiräume und kann sich in Ruhe auf Bewerbungsgespräche oder andere Dinge vorbereiten“, sagt Ruben Pudor, der in der evangelischen Kirchengemeinde bei „Essen auf Rädern“ tätig ist und zum 1. Juli aufhört. Insgesamt vier „Bufdis“ sind unter der Leitung von Nina Oberlies in der Gemeinde tätig. Ihr Einsatzbereich erstreckt sich vom Essen ausfahren, das zusammen mit dem Sozialen Bürgerzentrum Hand in Hand durchgeführt wird, über den mobilen sozialen Dienst, Mithilfe im Jugendcafé oder im Kindergarten, Büro- und Hausmeistertätigkeiten bis zu Umlagepflege, erklärt die Koordinatorin Nina Oberlies.

Zum 1. August sucht die Kiersper Kirchengemeinde wieder neue freiwillige Helfer: „Der Schwerpunkt liegt bei uns auf ,Essen auf Rädern’, da wir an sieben Tagen zwei Fahrzeuge im Einsatz haben und jeweils 28 Kunden beliefern“, sagt Oberlies, für die die Helfer in der Gemeinde eine große Entlastung sind.

Doch nicht nur die Gemeinden und Einrichtungen profitieren vom Bundesfrewilligendienst, der 2011 als Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen Arbeit und als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes, eingeführt wurde. „Man nimmt hier etwas für sein Leben mit, erweitert seine sozialen Kompetenzen und lernt selbstständiges Arbeiten“, so Ruben Pudor. Nina Oberlies fügt hinzu: „Es herrscht ein großes Vertrauensverhältnis. Ich koordiniere die Arbeiten und die ,Bufdis’ sind verantwortlich für ihre Aufgaben und die Fahrzeuge.“

Um ein „Bufdi“ werden zu können, sollte man neben einem Führerschein vor allem Freude am Umgang mit Menschen haben und verlässlich sein, meint Nina Oberlies. Den Dienst kann jeder nach Abschluss der Vollzeitschulpflicht und ohne Altersgrenze nach oben absolvieren. Die Arbeit erfolgt in Vollzeit, sie ist unentgeltlich – lediglich Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und Taschengeld werden bezahlt – und beträgt in der Regel zwölf Monate. Wer in der Evangelischen Kirchengemeinde Kierspe seinen Dienst leisten möchte, der kann sich unter der Rufnummer 01 76 - 75 88 96 93 direkt bei Nina Oberlies oder im Gemeindebüro (Am Denkmal 8a) melden.

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