Radweg, Internet und Feuerwehr

UWG-Mitglied Dieter Grafe (rechts) stellte sich den Wählern in Bollwerk. An der anschließenden Diskussion beteiligte sich auch Bürgermeister Frank Emde. - Foto: Becker

Kierspe - Die Bahn durchs Volmetal, die schlechte Versorgung mit schnellem Internet und die Personalsituation der Feuerwehr sind die Themen, die den Bollwerkern am Herzen liegen – oder zumindest lenkte Dieter Grafe die Gäste zu diesen Themen, auf die er dann auch gut vorbereitet war.

Von Johannes Becker

Und nicht nur er, sondern auch Bürgermeister Frank Emde, den der UWG-Politiker in seinen Wahlkreis eingeladen hatte, um mit den Bollwerkern zu diskutieren.

Doch bevor es losging, betonte Grafe, der seinen Wahlkreis vor fünf und zehn Jahren direkt gewonnen hatte, wie verbunden er sich den Menschen in dem Ort im Volmetal fühle. „Wenn hier was los ist, dann bin ich auch vor Ort. Erinnern Sie sich daran, welcher andere Politiker aus dem Wahlkreis sich hier mal hat sehen lassen? Es ist zu wenig, wenn man 14 Tage vor der Wahl von einem Plakat lächelt und ein paar Kugelschreiber verteilt.“

Gleich zu Anfang bat er um Unterstützung für die Feuerwehr, die unverzichtbar für das Volmetal sei und auf längere Sicht vor Personalproblemen stünde, wenn sich keine neuen Freiwilligen fänden.

Grafe beruhigte in seiner Eröffnungsrede aber auch bei dem Thema Bahn. Die UWG habe mit der MVG gesprochen, weil die Sorge bestehe, dass weniger Busse eingesetzt würden, wenn die Bahn ihren Betrieb aufnehme. „Doch nach Angaben der MVG ist jede Sorge in dieser Richtung unbegründet.“

Wenig Hoffnung konnte Grafe den Bollwerkern machen, als es um die Breitbandversorgung ging. Mit der Unterstützung von UWG-Mitglied Rüdiger Däumer schilderte er die Situation und Däumer griff die alte Forderung der Unabhängigen wieder auf, in „jedes Loch“ auch gleich ein Leerrohr zu legen, damit man dort später Glasfaserkabel einsetzen könne. Als problematisch bezeichnete auch Emde die Situation bei der Internetversorgung. „Wir bekommen von den Anbietern keinerlei Informationen zu den Ausbauplänen. Deswegen ist es extrem schwierig, Vorbereitungen zu treffen, um eine Versorgung zu beschleunigen. Gleichwohl verlegen wir überall dort, wo Straßenbauarbeiten anstehen auch Leerrohre, wenn dies nicht bereits geschehen ist.“ Als unbefriedigend bezeichnete Emde die Förderung des Breitbandausbaus durch das Land.

Gefragt wurde von den Bewohnern des Dorfes im Volmetal auch nach dem Radweg, der von Meinerzhagen bis Schalksmühle führen soll. „Das ist ein Gemeinschaftsprojekt der Volmetalkommunen und sollte auch gemeinsam auf voller Länge geplant werden. Dazu finden derzeit konkrete Gespräche statt. Jetzt geht es darum zu klären, wer die Planungskosten zahlt. Der Radweg selbst wird vom Land und dem Bund finanziert. Einen konkreten Zeitplan kann ich aber nicht nennen“, erläuterte Emde den Bollwerkern die derzeitige Situation.

Auch bei dem Zeitpunkt, ab dem die Bahn wieder durchs Volmetal fahren wird, wollte sich der Bürgermeister nicht festlegen: „Eigentlich sollten die Planungen der Bahn – auch im Hinblick auf die zahlreichen Bahnübergänge – längst vorliegen. Jetzt heißt es, dass das erst frühestens im Juni der Fall sein werde. Danach werden wir auch erst sagen können, wann die Bahn wieder durchs Volmetal fährt – sicher ist nur, dass die Bahn kommt.“

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