Bürgerbusverein Kierspe zieht Bilanz

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Urkunden gab es für alle Fahrer, die seit zehn Jahren regelmäßig am Steuer des Bürgerbusses sitzen (von links): Annerik Niehuijs, Klaus Klinger und Angelika Willert. Die Urkunde für Heidrun Schmidt nahm ihr Mann Dieter entgegen. Es gratulierten Geschäftsführerin Ingrid Stelse und der Vorsitzende Gerhard Kamphausen.

Kierspe - Geschäftsführerin Ingrid Stelse hatte viele Zahlen mitgebracht zur Mitgliederversammlung des Bürgerbusvereins. Exakt 40 494 Kilometer hatte das Fahrerteam im vergangenen Jahr zurückgelegt und dabei insgesamt 10 707 Fahrgäste befördert. Die meisten waren, wie immer, Kindergartenkinder, aber auch 2938 Barzahler und 1689 Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis nahmen die ehrenamtlichen Dienste der Fahrer in Anspruch.

Fünfzehn Männer und Frauen teilen sich diese Aufgabe – eigentlich zu wenig nach Einschätzung des Vorsitzenden Gerhard Kamphausen. Denn die vergleichsweise enge Personaldecke führt dazu, dass manche Fahrer zwei- oder sogar dreimal pro Woche im Einsatz sind. Neue Fahrer sind deshalb sehr willkommen.

Natürlich hat der Verein auch passive Mitglieder, zusammen mit den Aktiven aktuell 101 Personen, die den Öffentlichen Nahverkehr mit Beiträgen und ehrenamtlicher Arbeit unterstützen. Geschäftsführerin Ingrid Stelse berichtete über die vielfältigen Aktivitäten, die das Vereinsleben im vergangenen Jahr bereichert hatten. Dazu gehörten formelle und informelle Treffen mit anderen Bürgerbusvereinen. Als gemeinsame Plattform dient dabei der Verein Pro Bürgerbus NRW, dem auch der Kiersper Verein angeschlossen ist. Vereinsinterne Ausflüge und Wanderungen standen gleich mehrfach auf dem Programm und sind auch für dieses Jahr wieder geplant. Die Abschlussfeier für die Kinder, die sich mit dem Ende der Kindergartenzeit auch von den Fahrern verabschieden, findet fast schon traditionell bei Familie Schmidt statt.

Ein kleiner Wermutstropfen war der Kassenbericht, den Ingrid Stelse in Vertretung des erkrankten Kassierers Wolfgang Hamann verlas. Erstmals schloss der Verein mit einem Minus ab. Benzinkosten, Reparaturen und das Reservefahrzeug hatten mehr gekostet als durch Zuschüsse, Mitgliederbeiträge und Fahrpreise eingenommen worden war. Der Pendelverkehr zum Turmfest am Wienhagener Turm am 29. Mai ist da eine ebenso regelmäßige wie willkommene Einnahmequelle. Der Höhepunkt des Jahres wird wohl die Vereinsfeier am 17. Mai werden. Als siebter von 113 Vereinen in Nordrhein-Westfalen wurde der Bürgerbusverein 1994 gegründet, das 20-jährige Bestehen soll gebührend gefeiert werden. Die Aktiven liegen gut in der Zeit, die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen. Geplant ist außerdem eine Fahrt zum ZDF-Fernsehgarten in Mainz und Wanderungen in der näheren Umgebung.

Nach dem Bericht von Kassenprüfer Friedhelm Werner und der Entlastung des Vorstands wurde Angelika Willert als Beisitzerin einstimmig wiedergewählt.

Die Amtsperiode der Vorstandsmitglieder ist übrigens lang, gewählt wird für jeweils fünf Jahre. Angelika Willert erhielt außerdem eine Urkunde für zehnjährige Tätigkeit als Fahrerin. Genauso lange sind Annerik Niehuijs, Klaus Klinger und Heidrun Schmidt dabei. Für letztere nahm ihr Mann die Urkunde entgegen. - bnt

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