Stadtlinien werden nicht ausgeweitet

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Gerd Becker (links) wurde als Beisitzer neu in den Vorstand gewählt.

Ruhig, sachlich, unspektakulär – so verlief die Mitgliederversammlung des Bürgerbusvereins im Alten Bahnhof.

Gegenüber dem vergangenen Jahr gab es nur wenige Veränderungen: Aktuell hat der Verein 96 Mitglieder, zwei weniger als im Jahr zuvor. An den Beförderungszahlen hat sich ebenfalls wenig geändert: Gut die Hälfte der 10 712 Fahrgäste waren im Jahr 2015 Kindergarten- und Schulkinder, der Rest verteilt sich auf Barzahler und Schwerbehinderte. An den bisherigen Linien soll sich nichts ändern, entsprechende Anfragen zur Ausweitung der Stadtlinien in die Außenbereiche, vor allem nach Herlinghausen, lehnten Vorstand und Versammlung geschlossen ab. Grundsätzlich könne und wolle man der MVG keine Konkurrenz machen, darüber hinaus habe man ohnehin keine Kapazitäten frei.

Die Kassenlage ist im grünen Bereich, über „ein sehr gutes Jahr“ konnte Kassierer Wolfgang Hamann berichten. Die niedrigen Benzinpreise hatten sich positiv bemerkbar gemacht und Mehrausgaben in anderen Bereichen, zum Beispiel bei den Arztkosten, kompensiert. Die MVG, sozusagen das Mutterunternehmen des Bürgerbusvereins, hat zwar die Altersgrenze für ehrenamtliche Busfahrer aufgehoben, stattdessen müssen sich jetzt aber alle Fahrer über 70 Jahren halbjährlich einer medizinischen Untersuchung unterziehen.

Voraussichtlich im April steht dem Verein ein besonderes Ereignis bevor: Die Fahrer der Bürgerbusvereine von Kierspe, Neuenrade und Nachrodt-Wiblingwerde bekommen neue Busse. Vertreter der drei Vereine wollen gemeinsam nach Weida in Thüringen fahren, wo die Busse abgeholt und nach Lüdenscheid überführt werden müssen. Dort bekommen sie in der Mercedes-Niederlassung die Endausstattung – dazu gehören auch die Werbeaufschriften der Sponsoren. Eine gemeinsame Einweihungfeier ist in Planung. Die Kiersper Fahrer haben ohnehin freundschaftlichen Kontakt zu den Bürgerbusvereinen der Region, auch für dieses Jahr gibt es schon Einladungen nach Wipperfürth und Langenberg.

Bei den turnusgemäß anstehenden Wahlen wurden Schriftführerin Ingrid Stelse und der 2. Beisitzer Eberhard Janott wiedergewählt. Den Posten des 4. Beisitzers übernahm Gerd Becker. Um auch bei den Kassenprüfern wieder in den üblichen, wechselnden Rhythmus zu kommen, wird Carsten Möller ausnahmsweise bis 2017 die Kasse prüfen. Als Reserveprüferin steht ab sofort Francoise Gryczka zur Verfügung.

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