Bürger wollen einen Fußweg

Rund 50 Bürger haben jetzt im Rathaus eine Eingabe gemacht und bitten um die Schaffung eines ordentlichen Fußweges von der Bergstraße in Richtung Thingslindestraße. ▪

KIERSPE ▪ Die Initiative der Wählergemeinschaft Pro Kierspe, die Bergstraße für Fußgänger zur Thingslindestraße hin zu öffnen und einen Gehweg zu schaffen, findet anscheinend auch in Teilen der Bevölkerung viel Beifall: Jetzt ging im Rathaus eine Eingabe von rund 50 unterzeichnenden Bürgern ein, in der genau dies gefordert und damit letztlich das Anliegen der politischen Gruppierung unterstützt wird.

Es handelt sich überwiegend um Anwohner aus dem Wohnbereich, die die kurze Verbindung als Fußweg weiterhin gerne nutzen wollen. Begründet wird dies mit der Nähe zu Post, Sparkasse und Rewe-Markt sowie auch der Möglichkeit, über einen kleinen Rundweg Spazieren gehen zu können. Die Verbindung werde derzeit sehr rege genutzt, heißt es.

Bestandteil des vom Rat beschlossenen Bebauungsplans Östlich Rathaus ist aber die Schließung der Straße, die als Sackgasse geplant ist, weil der Verkehr komplett über den Kreisel am Haunerbusch geführt werden sollte, so die Überlegung damals. Aus dem Grund wurde die Fahrbahn am Schluss der Bergstraße auch dem letzten Grundstück zugeschlagen und verklauft.

Platz für einen Fußweg sei jedoch trotzdem vorhanden, stellte am Dienstag der städtische Beigeordnete Olaf Stelse im Rahmen einer Ortsbesichtigung fest: Zum einen gebe es hier die Kanaltrasse, die außerhalb des Bebauungsplangebietes verlaufe, aber inzwischen von den Grundstückseigentümern vom Bordinghauserweg bewirtschaftet werde, so dass diese nicht begeistert sein dürften. Außerdem sei noch ein schmaler Grünstreifen vorhanden, der innerhalb des Bebauungsplangebietes liege. Um diesen Bereich zu nutzen, müsste allerdings der Bebauungsplan geändert werden, wofür ein aufwändiges Verfahren erforderlich sei.

Zudem, so gibt Stelse weiter zu bedenken, müsste die Fläche in jedem Fall durch eine Asphaltierung oder eine Pflasterung befestigt werden, so dass auch Rollstuhlfahrer und andere Gehbehinderte den Fußweg benutzen könnten. Dadurch, macht der Beigeordnete aufmerksam, würden unter Umständen keine ganz geringen Kosten entstehen. Auch die Kostenfrage gelte es aus dem Grund zu klären. Stelse betont, dass Schnellschüsse hier zu vermeiden seien, sondern zunächst der zuständige Ausschuss und der Rat beteiligt werden müssten. ▪ rh

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