Volme-Freizeitpark soll langfristig attraktiv sein

Rund 40 Interessierte, aber auch mehrere Mitarbeiter des Wettbewerbssiegers, waren zur Einwohnerversammlung ins Kreativquartier an der Kölner Straße gekommen. - Fotos: Negel-Täuber

Kierspe - Der Volme-Freizeitpark war am Donnerstagabend Thema einer Einwohnerversammlung, zu der die Stadt ins Kreativquartier eingeladen hatte. Rund 40 Zuhörer nutzten die Möglichkeit, sich über die Entwürfe zu informieren, die für den Wettbewerb zur Errichtung des Volmeparks eingereicht worden waren.

Von Birgitta Negel-Täuber

Zur Versammlung an der Kölner Straße war auch Landschaftsarchitekt Franz Reschke aus Berlin gekommen, der mit seinem Entwurf die Jury überzeugt hatte. Deren Votum war mit lediglich einer Gegenstimme eindeutig gewesen und auch Hans-Joachim Hamerla vom Büro ASS war voll des Lobes über Reschkes Konzept zur Gestaltung des Abschnitts im doch sehr engen Volmetal.

Reschke war in Begleitung des am Entwurf beteiligten Architekten Jan Derveaux und zweier Mitarbeiterinnen angereist und erläuterte selbst seinen Entwurf. Er habe sich am Tag vor dem Kolloquium von Brügge aus dem Gelände wandernd angenähert, erzählte er, und dabei die prägenden Elemente des Volmetals, die Volme selbst, die B 54 und die Bahntrasse erlebt. Diese drei Komponenten bestimmen die Grundzüge seines Konzepts, wobei die renaturierte Volme den Mittelpunkt bildet.

Die vorbereitenden Arbeiten laufen bereits und sollen bis spätestens Mai 2015 abgeschlossen sein. Voraussetzung für die Umsetzung von Reschkes Entwurf ist ein entsprechendes Votum des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung am Mittwoch, 19. November, und ein Grundsatzbeschluss des Rates am Dienstag, 25. November. Anschließend kann mit den eigentlichen Arbeiten begonnen werden und läuft alles wie geplant, wird es im Herbst 2016 „einen förmlichen Spatenstich“ geben, wie Versammlungsleiter Rainer Schürmann formulierte.

Wie der Volmepark am Ende tatsächlich aussehen wird, hängt auch von den Bürgern der Stadt Kierspe ab. „Der Park muss als Rahmen funktionieren,“ machte Hans-Joachim Hamerla deutlich. „Die Moden ändern sich, der Park muss wechselnden Bedürfnissen über Jahrzehnten gerecht werden.“ Außerdem müsse er offen sein für weitere Entwicklungen, wie etwa Veränderungen in der Verkehrsführung im Bereich Kölner Straße/Volmestraße oder der geplanten Förderung des Fahrradtourismus. Manche Elemente im Entwurf sind ohnehin Zukunftsmusik, so etwa das angedachte Fahrradhotel oder die Parkvilla.

Auch die Zuhörer hatten sich Gedanken über den Tag hinaus gemacht: Ob eine Weiterführung des Parks Richtung Meinerzhagen möglich sei, wollte ein Teilnehmer wissen. Die Stadt sei bereits planerisch damit befasst, antwortete Sachgebietsleiter Rainer Schürmann. Wie man den Trinkgelagen Jugendlicher vorbeugen könne, fragte ein anderer. Das allerdings sei ein soziales Problem, meinten die Fachleute übereinstimmend. Und dem sei mit den Mitteln der Landschaftsplanung nicht beizukommen.

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