Die Bühne wird zum Urwald

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Auf der Bühne der Gesamtschule wird bei der Aufführung des Dschungelbuch gesungen und musiziert. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Beim „Dschungelbuch“ handele sich um eine Neuinszenierung, erläuterte Schulleiterin Monika Hahn in einer kurzen Ansprache. Denn die Verantwortlichen des Theaterprojekts der Gesamtschule wurden bei Regie und Inszenierung von der Theaterpädagogin Rike Voswinkel aus Münster unterstützt, die auch das Drehbuch geschrieben hatte.

Zusammen mit den Lehrerinnen Astrid Hettesheimer und Claudia Voswinkel leiteten damit drei Pädagoginnen die Inszenierung, die Theaterarbeit aus beiden Perspektiven kannten: Alle drei sind ehemalige Gesamtschülerinnen und standen während ihrer Schulzeit ebenfalls bei Theaterprojekten auf der Bühne.

Bei der Abendvorstellung konnte Monika Hahn „hohen Besuch“ begrüßen: Alle politischen Ebenen waren vertreten – Bundestagsabgeordnete Petra Crone, Landtagsabgeordneter Gordan Dudas und Ratsmitglied Clemens Wieland. Und mit Martin Köhne war auch ein früherer Schulleiter im Publikum.

Die Geschichte vom Menschenjungen Mogli, der von den Wölfen großgezogen wird, ist vor allem durch den Zeichentrickfilm von Walt Disney bekannt. Rike Voswinkel orientierte sich bei ihrem Drehbuch an dieser Vorlage. Der schwarze Panther Baghira versuchte Mogli wieder zu den Menschen zu bringen, weil der Dschungel zu gefährlich für ihn sei, aber dem gefiel die Idee überhaupt nicht. Zusammen mit dem gemütlichen Bär Balu vergnügte er sich im Urwald, ohne sich um den bösartigen Tiger Shir Khan zu kümmern.

Komplettiert wurde die Dschungeltruppe auf der Bühne des PZ durch die listige Schlange Kaa, Elefantenparade, Affenbande, Geier und die Vögel, die als Erzähler fungierten.

In diesem Jahr brauchten die Akteure nicht nur schauspielerisches Talent, sondern auch sportliche Fitness. Die Affen tanzten übermütig und akrobatisch auf der Bühne, Mogli lieferte sich mit seinen Feinden wilde Verfolgungsjagden quer durch den Zuschauerraum.

Die Bühne war mit viel Aufwand in Grün- und Brauntönen in einen Dschungel verwandelt worden. Insgesamt 85 Schüler und fast ein Dutzend Lehrer hatten sich auf, vor und hinter der Bühne am Projekt beteiligt, als Musiker, Kostümschneider, Bühnenbauer und Techniker. Die Neuntklässlerin Merle Jungermann war gleich in drei Funktionen aktiv: als Elefanten-Darstellerin, Chorsängerin und Schneiderin. Denn während frühere Theaterprojekte auf den großen Kostümfundus zurückgreifen konnten, musste diesmal vieles neu genäht werden.

Theateraufführungen in der Gesamtschule haben Musical-Charakter: Viele Lieder aus dem Disney-Film kamen zu Gehör, aber auch umgedichtete Beatle-Songs. Die Instrumentalbegleitung lag wieder bei einer Lehrer-Combo.

Die Theaterpädagogin Rike Voswinkel zeigte sich beeindruckt, welch hohen Stellenwert die Schule der Theaterarbeit einräumt. Großes Lob zollten die Lehrerinnen den Mitwirkenden. „Schüler und Lehrer waren ein ausgesprochen gutes Team“, sagte Claudia Voswinkel. „Die Zusammenarbeit hat unheimlich gut funktioniert in diesem Jahr.“ Das Publikum belohnte den Einsatz mit anhaltendem Beifall.

Aufgrund des überwältigenden Interesses wird das Stück am heutigen Donnerstag ab 19 Uhr erneut im PZ der Gesamtschule aufgeführt. Der Eintritt ist frei. Die Aufführung dauert rund 60 Minuten.

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