11 909 Wahlberechtigte in Kierspe

Briefwahl im Rathaus: Alle Vorbereitungen getroffen

Die Wahlbenachrichtigungen werden ab 21. August versendet. Eine Briefwahl ist im Rathaus aber bereits ab kommenden Mittwoch möglich.
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Die Wahlbenachrichtigungen werden ab 21. August versendet. Eine Briefwahl ist im Rathaus aber bereits ab kommenden Mittwoch möglich.

Dass die Zahl der Briefwähler bei der Bundestagswahl im September noch einmal höher liegen wird, als bei vorausgegangenen Wahlen und damit auch höher als bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr, hält Anja Kluth für sicher.

Kierspe - Die städtische Mitarbeiterin aus dem Bereich Allgemeine Verwaltung, hat deshalb einen Briefwahlvorstand mehr geplant als im vergangenen Jahr. Damals kümmerten sich drei Wahlvorstände um die mehr als 4000 abgegebenen Briefwahlstimmen. Große Freude kommt darüber im Rathaus nicht auf, denn die Briefwahlen machen mehr Arbeit und sind teuer. „Wir müssen die Unterlagen einpacken, versenden, wieder auspacken und die Wahlscheine prüfen, bevor die Stimmen dann, wie alle anderen auch, am Wahlsonntag ab 18 Uhr ausgezählt werden können. Dazu kommt, dass es keine Preisermäßigung für die Versendung mehr gibt und jeder dieser Kompaktbriefe 1,10 Euro kostet“, erklärt Kluth.

Insgesamt sind zu der Bundestagswahl 11 909 Kiersper zugelassen. Daran wird sich wohl auch nicht mehr viel ändern. Denn an diesem Samstag ist der sogenannte Stichtag, an dem das Verzeichnis geschlossen wird. Wer bis dann nicht in Kierspe gemeldet war, muss eigentlich an dem Ort wählen, an dem er bislang gemeldet war. „Das ist eine Besonderheit der Bundestagswahl. Wer nach dem 14. August zuzieht, wird nicht, wie bei anderen Wahlen, automatisch ins Wählerverzeichnis nachgetragen. Wer dann in seiner neuen Heimatkommune wählen möchte, muss einen Antrag stellen“, so Kluth. „Ausländer, die nach dem Stichtag aber vor der Wahl Bundesbürger werden, können auch wählen, müssen sich aber im Wahlbüro melden“, erklärt Nelli Tiede.

Im nächsten Schritt gehen die Daten aus dem Wählerverzeichnis dann zur Druckerei, von wo aus sie an die Wähler versendet werden. Kluth: „Die Versendung beginnt am 21. August.“

Wie die Stimmzettel aussehen werden, beziehungsweise welche Kandidaten und Parteien darauf zu finden sein werden, wissen die beiden städtischen Mitarbeiterinnen noch nicht. „Darum kümmert sich der Märkische Kreis, damit haben die Kommunen nichts zu tun“, sagt Kluth. Eintreffen werden die Stimmzettel am nächsten Dienstag. Thiede: „Deshalb haben wir auch entschieden, ab kommenden Mittwoch Briefwahlen zu ermöglichen.“

Das heißt, dass Kiersper, die ja dann noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen haben, mit ihrem Personalausweis ins Rathaus kommen können, um im Wahlbüro ihre Stimme abzugeben. Das ist dann ohne Anmeldung und bei Einhaltung der üblichen Hygienestandards möglich. „Ich hatte schon Kontakt mit einem Ehepaar, das gleich am Mittwochmorgen zum Wählen kommt, um danach in einen längeren Urlaub zu starten.“

Wie viele Kiersper so pflichtbewusst sind, wird sich erst am Abend der Wahl zeigen. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren machten gerade einmal 67,48 Prozent der Berechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Neu ist in diesem Jahr, dass auf der Homepage nicht nur die neun Wahlbezirke samt Wahllokal zu finden sind, sondern auch die Zuordnung zum jeweiligen Wahlbezirk über die Straße und Hausnummer erfolgen kann. „Das soll für die Kiersper eine Hilfe sein, die die Wahlbenachrichtigung am 26. September nicht griffbereit haben.“

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