Breitbandausbau

Schnelles Internet kommt besonders in Rönsahl gut voran

Bagger hebt Graben in Vorgarten aus
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Mithilfe eines Baggers ist der Graben für das Glasfaserleerrohr schnell durch den Vorgarten geöffnet.

Schnelles Internet für Kierspe: Bei einigen ist das Leerrohr für einen Glasfaseranschluss bereits bei der Kabelverlegung in den Gehwegen und Straßen mit erledigt worden. Andere Hausbesitzer kommen nun nach und nach an der Reihe und erhalten die Leitung bis in den Keller oder Hausübergaberaum gelegt. 

Kierspe - Besonders weit fortgeschritten ist der im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführte Breitbandausbau in Kierspe im Vorwahlbereich 02269, also Rönsahl und die anderen Orte nahe des Grenzdorfs.

Dazu zählen Dörscheln, Haarhausen, Grüneweg, Bürhausen, Mittel Heukelbach und natürlich Rönsahl selbst. Dort können, so kann der Breitbandkoordinator des Märkischen Kreises, Thomas Hoheisel berichten, die ersten schnellen Internettarife gebucht werden – heißt: Die Kabel sind verlegt, mit Glasfaser gefüllt und der HÜP (Hausübergabepunkt) installiert, sodass, ein entsprechender Vertragsabschluss vorausgesetzt, der Zugriff auf das Internet mit einem Gigabit pro Sekunde erfolgen könnte. Weitere würden nun sukzessive folgen.

Bis vor die Wand ist das Kabel verlegt – wenn dort kein Zugang vorhanden ist, muss ein solcher vorher noch gebohrt werden.

Einzelne Hausanschlüsse befänden sich in Rönsahl und umliegenden Orten noch im Bau, aufseiten der Telekom geht man doch davon aus, dass die Arbeiten zur Breitbandversorgung im Vorwahlbereich 02269 bis Ende des Jahres abgeschlossen werden können.

Kierspe ist zweitgrößte Kommune im Märkischen Kre4is

In Kierspe selbst, also im Vorwahlbereich 02359, sieht es etwas anders aus, denn hier sind die meisten der knapp 3000 Häuser mit einem Glasfaseranschluss auszustatten. Schließlich ist Kierspe die zweitgrößte Kommune im Märkischen Kreis, welche die Chance auf einen kostenlosen, weil komplett geförderten Breitbandanschluss nutzt. Die Resonanz auf das Angebot war, wie bereits berichtet, sehr hoch. Und dies nicht nur in Kierspe selbst, auch in Gut Bremecke, Elbringhausen, Büchen, Thal, Eickener Mühle, Vor den Eicken, Grünenbaum, Woeste, Kiersperhagen, Beerenburg, Pielenhöhlen, Höhlen, Oberhof, Schmachtekorste, Neuebrücke, Padberg, Auf dem Mark und Wolzenburg ist das Interesse an einem Breitbandanschluss enorm groß.

Das Leerrohr ist bis in den Keller verlegt und wartet nun auf den Einbau des sogenannten Hausübergabepunkts (HÜP).

Angesichts der meisten Anschlüsse, die im Märkischen Kreis zu installieren sind, bedeutet dies, so heißt es von der Telekom, einen zeitaufwendigen Ausbau. Nach wie vor laufen die Tiefbauarbeiten, die letztlich auch für den eigentlichen Hausanschluss notwendig sind. Außerdem gebe es nicht nur Zeitverzögerungen durch die Corona-Pandemie, sondern auch immer wieder würden Terminabsprachen mit der Telekom nicht eingehalten.

Ralf Engstfeld, Account-Manager der Telekom, erklärt das Prozedere: Nachdem das Leerrohr – die im Übrigen pro Haus andere Kennzeichnungen haben – ins Haus verlegt sei, folge das Einschießen der Glasfaser und der Einbau des Hausübergabepunkts (HÜP). Dabei oder auch zu einem späteren Zeitpunkt werde überprüft, ob die Leitung auch in Ordnung sei.

Für diese Arbeiten werden von der Telekom vor Ort Termine gemacht – die dann häufiger von den Haus- oder Grundstücksbesitzern nicht eingehalten würden. Die Verantwortlichen wünschten sich natürlich, dass diese Terminabsprachen eingehalten oder zumindest rechtzeitig abgesagt werden. Das würde den Unternehmen nicht nur die Arbeit erleichtern, sondern den weiteren Ausbau beschleunigen.

Aufwendiger sind die Arbeiten, wenn die Gräben in die Straßen gelegt werden müssen.

Sobald dann an einem Verteiler (Gf-NVt oder NVt, Glasfaser-Netzverteiler) – von denen es mehr als 120 in Kierspe geben wird – alle Haushalte, zwischen 60 und 80, angeschlossen sind, führt Engstfeld weiter aus, würden die Leitungen freigeschaltet. Dann könne ein entsprechender Tarif abgeschlossen werden und dem schnellen Internet steht dann nichts mehr im Weg. Die Verlegungen der Glasfaserleitungen im Haus, so der Account-Manager, erfolgten derzeit nur in Mehrfamilienhäusern bis in die Etagen oder Hausflure. Bei Ein- oder Zweifamilienhäusern erfolge dies nach einem Tarifabschluss.

Nicht nur die Telekom kommt bei Tarifabschlüssen zum Zuge

„Das geförderte Netz ist ein Open Access Netz“, betont der Breitbandkoordinator des Märkischen Kreises auf MZ-Nachfrage, dass nicht nur die Telekom, sondern auch andere Anbieter ihre Tarife auf den Leitungen anbieten können und dürfen. „Ob und in welchem Zeitfenster andere Anbieter dieses Angebot annehmen, müssen die Bürger beim jeweiligen Anbieter erfragen“, erklärt Thomas Hoheisel, und dies vor dem Hintergrund, dass angeblich ein großer Anbieter erst sechs Monate nach der Telekom „Glasfaser-Tarife“ anbieten könne.

„Die Bürger sind nicht verpflichtet, bei der Telekom zu buchen oder überhaupt einen Tarif zu buchen, der Anschluss kann auch ungenutzt bleiben“, stellt Hoheisel klar. Denn der vorhandene bisherige Telefonanschluss sei unabhängig vom Glasfaseranschluss und könne ganz normal weiter genutzt werden.

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