Brauchtumspflege trotz Schnee- und Eisglätte

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Klingende Willkommensgrüße zum neuen Jahr ließen die Mitglieder des Gebrauchsgebläses des Hegerings Kierspe-Rönsahl diesmal vom Wanderparkplatz in Dürenerhaus aus erschallen. ▪

KIERSPE ▪ Klingende Grüße hoch oben von der Plattform des Wienhagener Aussichtsturms abgeschickt, so wie das seit langem Jahr für Jahr am Neujahrstag Brauch ist, erklangen diesmal nicht.

Erstmals seit vielen Jahren, genauer gesagt, seit sich die Nachbarn der Orte Düren, Dürenerhaus und Kiersperhagen vor rund dreißig Jahren erstmals und seitdem regelmäßig am Neujahrsmorgen am Wienhagener Aussichtsturm getroffen hatten, um dort gemeinsam zu den Klängen des Gebrauchsgebläses des Hegerings Kierspe-Rönsahl auf ein gutes neues Jahr anzustoßen, machte diesmal der überaus heftige Winter diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Formell jedenfalls, musste man doch in diesem Jahre vor den Schneemassen im Wienhagen kapitulieren.

Ein Spaziergang durch den Wienhagen durch den knietiefen Schnee, so die Überlegung im Vorfeld, wäre vielen langjährigen Freunden dieser seinerzeit nach einer Idee von Klaus Brück ins Leben gerufene erste Veranstaltung im neuen Jahr nicht zuzumuten gewesen. Dass man deshalb jedoch nicht zwangsläufig auf langjährig Bewährtes verzichten wollte, war allerdings ebenso klar. Deshalb war eine Ersatzlösung auch schnell gefunden. Die bot sich mit dem Wanderparkplatz am Dürenerhaus geradezu an. Der nämlich war in den Vortagen bereits weitgehend vom Schnee geräumt worden, so dass genügend Platz für das Vorhaben vorhanden war. Da fiel es dann auch nicht entscheidend ins Gewicht, dass am Neujahrsmorgen nicht gerade optimales Winterwetter herrschte. Zeitweise dichter Nebel, Nieselregen und Glätte ließen die Besucherzahl bei dieser Veranstaltung zwar hinter den Erwartungen zurückbleiben, der „harte Kern“ und das waren diesmal schätzungsweise zwischen 40 bis 50 Traditionsbewusste, ließen sich den Spaß an der Freude trotzdem nicht nehmen. Das galt erst recht für die muntere Bläserschar unter Leitung von Oliver „Sam“ Reppel, die nach den obligatorisch ausgetauschten vielen guten Wünschen die wohlbekannten Jagdsignale als Willkommensgruß für das neue Jahr erschallen ließen. Auch über die Intonation des „Jägers aus Kurpfalz“ und das eine oder andere musikalische „Schmankerl“ in neuer Umgebung freute man sich.

Bei so manchem kleinen „Pröhleken“, nicht zuletzt auch dank wärmender Getränke, die von der Nachbarschaft als geeignete „Medizin“ gegen winterliche Kälte gereicht wurden, und auch dank des Mitwirkens von Anneliese und Walter Hornbruch vom SGV, die nicht vergeblich um die eine oder andere kleine Spende zur Unterhaltung des Wienhagener Aussichtsturmes baten, machten alle das Beste aus der Situation und freuten sich bereits aufs kommende Jahr. ▪ cr

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