Aus Brasilien nach Vollme

Landeskirchliche Gemeinschaft: Das ist der neue Pastor

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Das Leitungsteam der Landeskirchlichen Gemeinschaft hieß seinen neuen Pastor Thomas Fröse willkommen.

Kierspe - Bereits seit einem Jahr sucht die Landeskirchliche Gemeinschaft in Vollme einen Gemeinschaftspastor. Einfach war das nicht. Immerhin sind von 80 Stellen gerade einmal 14 besetzt. Doch die Kiersper hatten Glück.

Seit dem 1. November ist Thomas Fröse bei ihnen als Gemeinschaftspastor angestellt. Am Sonntag wurde er offiziell ins Amt eingeführt.

„Gehet in die Welt, heißt es in der Bibel und die Welt von Thomas Fröse hat in Vollme begonnen“, begann Petra Müller, leitende Referentin im Westfälischen Gemeinschaftsverband. Dabei war seine letzte Station tausende Kilometer weit entfernt: In Blumenau, Brasilien, war er lange Zeit in einem Therapiezentrum für Drogenabhängige aktiv (siehe Info-Kasten). Von dort führte ihn seine Reise nach Kierspe.

„Gott der Herr hat mir das Ohr geöffnet“, gab sie als Hinweis an Thomas Fröse, aber auch an seine Gemeinschaft mit auf den Weg. „Wir sollen hellhörig werden, den Radar ausfahren. Das ist das radikale ,Aus’ für jeden Aktionismus.“ Sie ermahnte die Gemeinschaft, Thomas Fröse Raum zu gönnen, damit er auf Gott hören kann.

„Bist Du bereit diesen Dienst zu tun?“, stellte Petra Müller die entscheidende Frage an Thomas Fröse – der bejahte natürlich, ebenso wie die Gemeinde, die ebenfalls ihre Zustimmung zum neuen Pastor erteilen musste. In der Folge wurde Thomas Fröse und seine Familie von Petra Müller und Vertretern des Leitungsteams aus Vollme gesegnet. Mit diesem Akt war Thomas Fröse in seine neue Aufgabe als Gemeinschaftspastor in Vollme eingeführt. Nach dem offiziellen Teil übernahm Thomas Fröse den Predigtteil des Gottesdienstes und den Schlusssegen. Nach Hause gingen die Gottesdienstbesucher dann aber noch nicht. Sie aßen gemeinsam noch zu Mittag und hatten so Zeit für viele Gespräche.

Zur Person:

Thomas Fröse wuchs in Gummersbach auf und machte dort auch sein Abitur. Danach ging er für ein Jahr nach Brasilien und absolvierte ein soziales Jahr in einem Drogen-Reha-Zentrum. Dort bekam er Freude an seiner Arbeit. 2011 ging er nach Deutschland zurück und studierte in Bonn für drei Jahre Theologie. Seine Praktika leistete er in Brasilien in verschiedenen Einrichtungen ab. Seine Frau Andreia lernte er 2010 kennen, 2014 heirateten beide.

Fröse wurde hauptamtlicher Mitarbeiter des Therapiezentrums für Drogenabhängige in Blumenau in Brasilien. Anfang 2015 wurde er Leiter des Jugendhauses bis April 2018. In Blumenau erfuhr er, dass in Deutschland Gemeinschaftspastöre für die Landeskirchlichen Gemeinschaften dringend gesucht werden. Er und seine brasilianische Frau entschlossen sich, nach Deutschland zu gehen. Anfang 2018 zogen er, seine Ehefrau Andreia sowie die Kinder Bia, Manu und Simon nach Deutschland. Seit dem 1. November 2018 ist er nun Gemeinschaftspastor der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Vollme.

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